05.04.2017, 07:53 Uhr

Ferlach: Kurzparkzone wird weiter überwacht

Mit Parkuhr steht man nun 180 Minuten in der Ferlacher Kurzparkzone. Bis Dezember wird die Zone weiter überwacht (Foto: Arbeiter)

Gemeinderat entschied: Parkraumüberwachung wird um neun Monate verlängert, maximale Parkzeit mit Parkuhr wird von 90 auf 180 Minuten ausgeweitet. Verkehrsleitsystem zu Dauerparkplätzen wird installiert.

FERLACH (vp). Wird die seit September 2016 andauernde Parkraumüberwachung im Zentrum Ferlachs verlängert? Wird die Dauer der Kurzparkzeit auf 180 (statt 90) Minuten ausgeweitet? Über diese Fragen beriet der Ferlacher Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstag.

Überwachung bis Dezember

Der zuständige Stadtrat Franz Wutti (VS/WG) berichtete, es würden nun genügend freie Parkplätze zur Verfügung stehen. Der Vorschlag, den auch der Ausschuss empfiehlt: Eine Verlängerung der Parkraumüberwachung um weitere neun Monate bis Dezember 2017. Die zu erwartenden Kosten: 24.505 Euro (Firma Leon) - an Einnahmen (durch Strafen) rechnet man mit etwa 30.400 Euro.
Der Abstimmung des Gemeinderats ging die längste Diskussion des Abends voraus. Wutti schlug mitunter vor, die Überwachungszeit von 25 auf nur vier Stunden pro Woche zu verringern. Schließlich entschied sich der Gemeinderat mit Stimmen von SPÖ und ÖVP mehrheitlich für eine Fortsetzung der Überwachung bis Ende 2017.

Drei Stunden parken

Ebenfalls mehrheitlich wurde die Anhebung der maximalen Parkdauer von 90 auf 180 Minuten beschlossen - eine Forderung vieler Betriebe. Geforderte Ausnahmeregelungen für einzelne Betroffene rund um den Hauptplatz gibt es bis auf eine vertraglich geregelte nicht. E-Fahrzeuge dürfen nun übrigens kostenfrei parken.
Einstimmig beschlossen wurde außerdem ein Verkehrsleitsystem zu den Dauerparkplätzen, dessen Umsetzung Wutti mit 3.600 Euro an Kosten bezifferte.
Ein Bestandsvertrag wurde außerdem mit dem Besitzer des Schotterplatzes im Zentrum vor dem Carnica Region Rosental-Büro abgeschlossen. Dieser wird nun zum Dauerparkplatz - ohne Parkuhr.

4.150 Unterschriften gegen Schließung

Ein ebenfalls wichtiges Thema schnitt Bgm. Ingo Appé an: die angekündigte Schließung der letzten Postfiliale im Bezirk und der Bawag-Filiale in Ferlach. Pensionistenverband und SPÖ Ferlach haben bei einem Gespräch mit Verantwortlichen von Post und Bawag gestern eine Protestnote überreicht - bis jetzt wurden 4.150 Unterschriften gegen die Schließung gesammelt. Bis 10. April geht die Unterschriftenaktion weiter. Der Ferlacher Gemeinderat wird eine Resolution für die Erhaltung einbringen. "Es ist einen Versuch wert", so Appé.

"Bildungscampus" Ferlach

Der Gemeinderat beschloss gestern auch per Grundsatzbeschluss die Sanierung der Wasserversorgungsanlage Windisch- Bleiberg. Die Kosten schätzt man auf 230.000 Euro netto. Vize-Bgm. Finanzreferent Christian Gamsler gab zu bedenken: "Wir haben das Geld derzeit nicht." Deshalb wird die Finanzierung zuerst mit der Gemeindeaufsicht geklärt.
Beschlossen wurde auch der SPÖ-Antrag mit dem Titel "Bildungscampus". Alle Bildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen in Ferlach wurden erhoben. Sie sollen in weiterer Zukunft an einem Standort situiert werden. Das bedeutet, dass die Volksschule 2 mit den anderen räumlich vereint werden müsste. Hier reagiert Ferlach auf die höheren Förderungen für Bildungszentren. Man beschloss einen Fünf-Jahres-Plan auszuarbeiten. Ab 2019 könnten wieder Fördermittel für derartige Vorhaben angesucht werden.

Zwei neue "Grüne"

Nach dem Mandatsverzicht der Grünen-Gemeinderäte Ingo Schwarz und Ursula Posratschnig wurden außerdem Susanne Ramharter und Alexander Rabitsch (Fraktionssprecher) als neue Gemeinderäte angelobt. Sie ließen sogleich mit einigen Wortmeldungen bei der Sitzung aufhorchen.

Zusätzlicher Heizkostenzuschuss

Und noch etwas Positives für die 310 Bezieher von Heizkostenzuschuss in Ferlach: Der Gemeinderat beschloss zusätzlich zu den Zahlungen des Landes (50 Euro) einen Heizkostenzuschuss von 25 Euro pro Bezieher. Stadtrat Franz Wutte: "Damit reagieren wir auf den kalten Winter. Das verursacht Kosten von 7.750 Euro."

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