Konkurs-Krimi
Austria Klagenfurt konnte Insolvenz vorerst abwenden
- Zeljko Karajica.
- Foto: GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber
- hochgeladen von Evelyn Wanz
Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat ihre Ermittlungen rund um den Fußball-Bundesligaverein Austria Klagenfurt ausgeweitet. Neben Tomislav Karajica wird auch gegen dessen Bruder und Austria-Geschäftsführer Zeljko Karajica ermittelt, während der Verein zugleich mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat.
KLAGENFURT. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat ihre Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Fußball-Bundesligaverein Austria Klagenfurt ausgeweitet. Neben Tomislav Karajica wird nun auch dessen Bruder Zeljko Karajica als Beschuldigter geführt. Zeljko Karajica ist derzeit Geschäftsführer des Vereins.
Ermittlungen laufen
"Gegenstand der Ermittlungen sind anonyme Anzeigen, in denen der Verdacht auf Betrug, Untreue sowie grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen erhoben wird", heißt es seitens der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Laut Staatsanwaltschaft befinden sich die Ermittlungen noch am Anfang. Zwar seien bereits Unterlagen angefordert und Stellungnahmen eingeholt worden, Einvernahmen der Beschuldigten hätten bislang jedoch noch nicht stattgefunden. Für Tomislav und Zeljko Karajica gilt die Unschuldsvermutung.
Zahlungsfrist verlängert
Parallel zu den laufenden Ermittlungen stand am heutigen Mittwoch eine Tagsatzung im Zusammenhang mit einem möglichen Insolvenzverfahren gegen Austria Klagenfurt an. Trotz offener Verbindlichkeiten in Höhe von mehreren hunderttausend Euro wurde laut "Krone" vorerst kein Konkursverfahren eröffnet. Die zuständige Richterin soll dem Verein eine Verlängerung der Zahlungsfrist gewährt haben. Damit erhält Austria Klagenfurt zusätzliche Zeit, um die ausstehenden Forderungen zu begleichen und eine Insolvenz abzuwenden.
"Wir werden sicher darum kämpfen, dass es mit der Austria weiter geht", so Akademieleiter Robert Micheu gegenüber MeinBezirk.at.
Ob der Verein neue Sponsoren findet, bleibt im Gespräch offen, aber: "Die Berichterstattung der letzten Tage erschwert die Gewinnung neuer Sponsoren", schildert Micheu.
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