Volkshilfe stellt sich jetzt neuen Aufgaben

Seit einem Monat steht Ewald Wiedenbauer der Volkshilfe in Kärnten vor
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  • hochgeladen von Gerd Leitner

"Wir haben freie Kapazitäten für neue Aufgaben", berichtet Ewald Wiedenbauer. Der ehemalige Vizebürgermeister von Klagenfurt ist seit einem Monat Präsident der Kärntner Volkshilfe. Ein Zeichen will Wiedenbauer für Kinder setzen.
"18 Prozent der Kinder und Jugendlichen leben unter der Armutsgrenze", so Wiedenbauer über sein Anliegen. "In Kärnten sind etwa 12.000 junge Menschen davon betroffen." Seit knapp einem Jahr nimmt er sich dieses Themas an und plant eine fundierte Studie zu den Ursachen.

Armut nicht sichtbar
Etwas weiß Wiedenbauer bereits: "Kinderarmut ist oft nicht sichtbar." Der Grund: "Eltern mit geringen Einkommen konzentrieren sich voll auf ihre Kinder", so der Klagenfurter. "Oberflächlich sieht es danach aus, als ob ihnen nichts fehlen würde." Häufig hätten die Kinder kaum soziale Kontakte, weil sie keine Freunde nach Hause einladen können.
Bei einer Enquete will Wiedenbauer das Thema aufgreifen. Und Hilfe für die betroffenen Familien aktivieren – von Unterstützung für Fahrten mit den Öffis bis hin zum Einrichten von Kinderzimmern.

Für Demenz-Kranke und Angehörige
Ein großes Anliegen ist Ewald Wiedenbauer, dem Präsidenten der Volkshilfe, auch, dass Betroffene und Angehörige unterstützt werden, wenn es um Demenz-Krankheiten geht. "In unserem Personal gibt es viel Know-how, das nicht abgerufen wird", so Wiedenbauer über sein 65 Kopf starkes Team. Sein Ziel ist es – neben dem gezielten Einsatz von Volkshilfe-Mitarbeitern – auch, bestehende Angebote in Kärnten zusammenzufassen. "Es gibt Hilfe, aber man weiß oft nicht, an wen man sich wenden muss."

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