30.11.2016, 08:12 Uhr

Welt-Aidstag: 264 Kärntner infiziert

Werben für den Aids-Test: Günther Nagele und Beate Prettner (Foto: Büro Prettner)

Ein HIV-Test ist wichtig! Dafür werben Gesundheitsreferentin Prettner und Aids Hilfe Kärnten-Leiter Nagele am Welt-Aidstag.

KÄRNTEN. Heute am 1. Dezember ist Welt-Aidstag. LH-Stv. Beate Prettner und der Leiter der Kärntner Aids Hilfe Günther Nagele präsentierten aktuelle Zahlen zu dieser Krankheit. Demnach leben in Kärnten 264 Personen mit dem HI-Virus, in Österreich sind es 12.000. Die Dunkelziffer ist da aber nicht mit eingerechnet.

Plus an neuen Fällen

Prettner spricht nach wie vor von einer "Stigmatisierung" der Betroffenen. 14 neue Fälle wurden letztes Jahr in Kärnten bekannt, für heuer rechnet man mit 25, denn mit Ende September waren es bereits 19. Prettner dazu: "Dieses Plus ist aber nicht nur mit Sorge zu betrachten, sondern hat vielmehr einen positiven Aspekt: Der Anstieg weist nämlich darauf hin, dass sich mehr gefährdete Personen einem Test unterziehen. Damit sinkt die Dunkelziffer." Bis Ende 2012 sind in Kärnten 67 Personen an Aids verstorben, in ganz Österreich waren es 1.986.

Test jeden Dienstag

Ein Test ist wichtig, die Aids Hilfe hat dazu die Kampagne "Pro-TEST-HIV" ins Leben gerufen. Denn je früher Aids erkannt wird, desto größer ist die Chance, mit entsprechender Behandlung eine "normale" Lebenserwartung zu haben. Der Test ist kostenlos. Man kann ihn immer dienstags von 16.30 bis 18.30 Uhr in der Bahnhofstraße 22 machen.

Bei Jugendlichen ansetzen

Nagele unterstreicht das Präventionsprojekt "Liebe und Gesundheit", das bei jungen Menschen ansetzt. Im Rahmen von Workshops an Schulen wurden heuer 8.000 Schüler erreicht. 50.000 Euro gibt es dafür vom Kärntner Gesundheitsfonds. "Jugendliche sind diejenigen, die in Zukunft die Verbreitung von Aids reduzieren können", so Nagele.
Die Aids Hilfe Kärnten erhält vom Gesundheitsreferat des Landes 65.000 Euro, die Subvention des Bundes für 2017 bleibt gleich. Nagele dazu: "Ein HIV-Infizierter kostet pro Jahr mehr als die Aids Hilfe Kärnten vom Bund erhält."
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