Unterwegs mit der Fahrschule
Die Kremser Straßen im Sicherheitscheck

 Wir waren mit dem Inhaber Fahrschule Dolejschi Tobias Purkarth in Krems unterwegs. | Foto: cf
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Jeder kennt sie, jeder lernt mit ihnen umzugehen: fast überall gibt es Stellen im Straßenverkehr, wo man besonders aufpassen muss. Wir haben uns mit der Fahrschule Dolejschi in der Stadt Krems auf den Weg gemacht, um ein paar dieser Stellen ausfindig zu machen.

KREMS. Bei unserer Fahrt durch Krems fällt uns vor allem eines auf: besonders gefährliche Stellen gibt es nicht. „Die Gestaltung der Ringstraße mit den Fahrradwegen ist schön. Durch die leichten Schikanen müssen die Radfahrer die Geschwindigkeit vor Kreuzungen etwas verringern, was diese etwas sicherer macht“, sagt uns Tobias Purkarth, Inhaber der Fahrschule Dolejschi bei der gemeinsamen Fahrt. Lob gibt es auch für die 2023 eingeführte Rechtsverkehrsregel in der Mitterau.

Doch einige Stellen mit Verbesserungspotenzial haben wir dennoch ausgemacht, wie der Schutzweg in der Göglstraße bei der Kreuzung Spänglergasse. „Der Bereich ist schlecht einsehbar, hier ist Schrittgeschwindigkeit notwendig“, so Purkarth. Spiegel oder dergleichen könnten die Stelle etwas entschärfen. 

Der Schutzweg in der Göglstraße ist auf der linken Seite schlecht einsehbar. | Foto: cf
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Weitere Stellen, die wir ausgemacht haben, sind etwa in der Bahnzeile Richtung Bahnhof. Hier gibt es ein Einbahnschild, das nur schwer zu entdecken ist. Der Beschleunigungsstreifen beim ARBÖ auf der Gewerbeparkstraße auf die Stockerauer Schnellstraße ist etwas kurz. „Durch das hohe Gras im Sommer sieht man den ankommenden Verkehr nur schwer.“ Zu guter Letzt gibt es auf der Bertschingerstraße Richtung Stein eine Stoptafel, die laut Fahrschule durch die Verkehrstafel „Vorrang geben“ ersetzt werden könnte.

Das sagt die Stadt

Wir haben unsere gesammelten Vorschläge an die Stadt Krems übermittelt. „Natürlich gibt es immer wieder Stellen und Kreuzungen in unserer Stadt, die verbessert werden können. Wir versuchen hier auch immer Hinweise der Bevölkerung aufzunehmen, wie unser offizielles Bürgerbeteiligungsportal 'Schau auf Krems' zeigt. Hier werden Eingaben der Bevölkerung an die zuständigen Stellen im Magistrat verteilt und häufig können so Probleme, wie fehlende Beschilderungen oder Ähnliches, innerhalb kürzester Zeit behoben werden. Gerne nehme ich auch die von Ihnen genannten Problemstellen auf“, heißt es von der Stadträtin für Umwelt und Mobilität Alexandra Ambrosch (SPÖ).

 Alexandra Ambrosch | Foto: SPÖ Krems/Photo Simonis
  • Alexandra Ambrosch
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Verordnungen, wie Stopptafeln, werden durch die Ortspolizei Krems geprüft und erstellt. Diesen geht immer ein Ermittlungsverfahren voraus, wonach sich dann die Verordnung ableitet. „Die drei weiteren Stellen werde ich mit den zuständigen Personen im Magistrat besprechen und gegebenenfalls Maßnahmen einleiten“, so Ambrosch.

Keine Unfallhäufungsstellen

„Heuer wurden bereits im Juni bei einer Verkehrsverhandlung die Unfallhäufungsstellen im Magistratsbereich Krems mit dem Amtssachverständigen und einem Vertreter des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) durchgesprochen und abgearbeitet. Hierbei werden die Unfälle analysiert und gegebenenfalls Maßnahmen zur Verbesserung festgelegt. Es ist festzuhalten, dass keine der genannten Stellen hier als Unfallhäufungsstelle in den vergangenen Jahren auftrat“, heißt es von Amtsleiter Markus Sykora aus dem Amt für Sicherheit und Ordnung der Stadt Krems.

Im Bereich der Göglstraße seien bereits Umbaumaßnahmen geplant, welche nicht spezifisch auf den Schutzweg abzielen, jedoch laut Amt für Sicherheit und Ordnung die Verkehrssituation grundlegend in Angriff nehmen sollen.

Das Einbahnschild in der Bahnzeile soll noch vor Ort geprüft werden, damit festgestellt werden kann, ob eine Verbesserung in der Ausrichtung möglich erscheint.

Fährt man in der Bahnzeile Richtung Bahnhof, ist das Einbahnschild nur schwer zu sehen. | Foto: Screenshot Google Maps
  • Fährt man in der Bahnzeile Richtung Bahnhof, ist das Einbahnschild nur schwer zu sehen.
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Auch im Bereich des Beschleunigungsstreifens beim „ARBÖ“ ist dem Amt für Sicherheit und Ordnung keine Unfallhäufung oder ähnliches bekannt: „Die Länge erscheint in der Praxis zu funktionieren, bezüglich des Bewuchses wird bei Bedarf mit der Straßenmeisterei Kontakt aufgenommen.“ 

Auf der Bertschingerstraße Richtung Stein war früher die Regelung durch ein „Vorrang geben“, diese wurde jedoch aufgrund der neu Errichtung des ÖMTC-Stützpunktes auf ein „Halt“ umgeändert. „Die Änderung wurde damals in Abstimmung mit dem Amtssachverständigen für Verkehrstechnik aufgrund der durch den Neubau erhöhten Frequenzen in diesem Bereich umgesetzt. Im Detail ging es um die Linksabbieger vom Stützpunkt ÖAMTC in die Bertschingerstraße und die Linksabbieger (Bertschingerstraße) auf die LB3. Das Linksabbiegemanöver von der Hauptausfahrt (ÖAMTC) auf die Bertschingerstraße wurde aufgrund der Kreuzungsgeometrie als sehr anspruchsvoll erachtet, um Konflikte zwischen den oben genannten Linksabbiegern zu vermeiden, wurde empfohlen ein Verkehrszeichen „Halt“ zu verordnen (für beide Relationen), somit werden die Verkehrsteilnehmer zum Anhalten und somit einer ausreichenden Orientierung gezwungen“, heißt es aus dem Amt abschließend.

Zur Sache

Hier sind die Stellen, die uns bei der Fahrt aufgefallen sind, im Überblick:

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 Wir waren mit dem Inhaber Fahrschule Dolejschi Tobias Purkarth in Krems unterwegs. | Foto: cf
Der Schutzweg in der Göglstraße ist auf der linken Seite schlecht einsehbar. | Foto: cf
Fährt man in der Bahnzeile Richtung Bahnhof, ist das Einbahnschild nur schwer zu sehen. | Foto: Screenshot Google Maps
 Alexandra Ambrosch | Foto: SPÖ Krems/Photo Simonis

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