Goldene Landschaft
Den Herbst in der Wachau erwandern
- Weißenkirchen in der Wachau
- Foto: Johanna Weninger
- hochgeladen von Sarah-Yasmin Weninger
Dass die UNESCO eine ganze Landschaft zum Welterbe erklärt, geschieht nur sehr selten. Der Wachau ist diese Ehre im Jahr 2000 zuteil geworden.
Die schönste Zeit für einen Besuch ist der Herbst in der Wachau. Wenn sich die ganze Farbenpracht der Natur entfaltet. Rotgoldenes Licht fällt in das Tal. Spiegelt sich in der Donau und lässt die Berge links und rechts des Ufers aufleuchten. Tausende Rebstöcke wachsen hier dicht an dicht, umfasst von steinernen Mauern, die sich krumm und schief durch die Landschaft ziehen. Die ältesten Trockensteinmauern stammen aus dem 12. Jahrhundert. Weinfeste in den kleinen Dörfern stattfinden. Und herbstliche Gerichte in den Lokalen serviert werden.
PLACKEREI IM WEINBERG
Der Bau von Trockenmauern zählt zu den ältesten Kulturtechniken der Welt. Und nur diese Bauweise funktioniert in den steilen Hängen; neumodische Mauern werden von Regen und Erosion zerstört. Das Wissen um die Trockenbauweise wird im Tal von Generation zu Generation weitergereicht und neuerdings auch an der örtlichen Weinbauschule unterrichtet. Traditionen zu bewahren, ist den Menschen wichtig. Stolz verweisen sie auf historische Dokumente, die die Wachau als ältestes Weinanbaugebiet Österreichs ausweisen.
180 KILOMETER WELTERBESTEIG
Seit 2010 verbindet der Welterbesteig die 13 Gemeinden im Tal. Einzigartige Fauna und Flora der Wachau: seltene Eidechsen, die über die Mauern huschen und silbrige Gräser, die nur in den Weinbergen wachsen und sich sanft im Wind wiegen. Der Welterbesteig verläuft über 180 Kilometer an beiden Ufern der Donau. Unterwegs eröffnen sich immer wieder imposante Ausblicke ins Tal. Und alle paar Kilometer gibt es Abstiegsmöglichkeiten, die zu den Winzerdörfern der Wachau führen.
KULINARISCHE GENÜSSE IM HERBST IN DER WACHAU
Der kleine Ort Weißenkirchen gilt als Herz der Wachau. Die weiß getünchte Dorfkirche strahlt mit der Sonne um die Wette. Und gleich neben dem Gotteshaus liegen die Heurigen des Dorfes. Ein feinwürziger Traubenduft liegt hier in der Luft. Überall blühen Geranien und an rustikalen Holzbänken sitzen gut gelaunte Menschen bei einem Glas „Grüner Veltiner“.
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