Günther Stubenvoll präsentiert seine Krippen beim Rattenberger Advent

Ikonen Künstlerin Gerti Margreiter und Krippenbaumeister Günther Stubenvoll freuen sich auf zahlreiche Besucher bei ihrer Ausstellung.
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  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

RATTENBERG (flo). Detailreiche Krippen, prachtvolle Ikonen und alte Ansichten der Glasstadt Rattenberg werden vom 24. November bis zum 17. Dezember im Rahmen des diesjährigen Rattenberger Advents wieder im Rattenberger Mesnerhaus zur Schau gestellt.
Das Highlight der Ausstellung sind 25 äußerst detailreiche Krippen des Radfelder Krippenbaumeisters Günther Stubenvoll im Obergeschoss des Messnerhauses. "1983 habe ich einen Krippenbaukurs bei meinem Bruder Sepp besucht und meine erste Tiroler Heimatkrippe angefertigt", erinnert sich der Künstler an seine Anfänge. In den zwei darauffolgenden Jahren fertigte er zwei weitere Heimatkrippen an. Seine Frau Marta malte ab diesem Zeitpunkt sämtliche Hintergründe für seine Werke. "2005 besuchte ich dann nochmal einen Kurs bei meiner Bruder, diesmal aber für orientalische Krippen", fährt Stubenvoll fort.

Krippen von Krippenbaumeister mit faszinierenden Details

Danach wurde seine Begeisterung für Krippen immer größer und er fertigte bis zum heutigen Tage insgesamt 29 Stück an – darunter viele Tiroler Heimatkrippen sowie Orientalische Krippen, Schwammkrippen, Laternenkrippen, Steinkrippen und Pokalkrippen. Ein besonderer Hingucker ist eine Doppelkrippe die auf einer Seite eine Tiroler Heimatkrippe und auf der anderen eine Orientalische ist. "In diese Doppelkrippe habe ich rund 250 Arbeitsstunden gesteckt", sagt Stubenvoll. Auch die Details der anderen Krippen sind faszinierend, haben doch einige einen feuerfesten Kamin, der es ermöglicht in ihnen eine Räucherkerze anzuzünden. Weiters enthalten zwei der Pokal Krippen originalen Sand aus Saudi-Arabien und aus dem arabischen Oman. Die Elektronik der Krippen ist großteils funkgesteuert. "Einige der Figuren habe ich mit einem winzigen Bohrer, wie ihn auch die Zahnärzte verwenden durchbohrt, um ein Kabel durch sie durch zu bringen damit die Laterne in ihrer Hand leuchtet", erklärt der Radfelder Krippenmeister seine faszinierende Detailgenauigkeit.

43 Ikonen von drei Künstlerinnen im zweiten Teil

Den zweiten Teil der Ausstellung im Obergeschoss bilden wie auch im Vorjahr 37 Ikonen der Radfelder Künstlerin Gerti Margreiter sowie sechs weitere der Wörglerin Eva Schafter und der Hopfgartnerin Elisabeth Wartlsteiner. Angefertigt wurden die Ikonen in der traditionellen alten Technik mit 23-Karätigen Blattgold auf Eitempera und Kreidegrund. "Das Holz auf dem ich die Ikonen anfertige wird immer vorher von meinem Mann Herbert zugeschnitten", erklärt Margreiter. Es bedarf ungefähr 20 Stunden Arbeit, um eine Ikone anzufertigen. Auch ein antiker siebenarmiger Leucher, genannt Menora, welcher im alten Mesnerhaus gefunden wurde, wird im Rahmen der Ausstellung gezeigt.
Im Erdgeschoss sind noch 51 historische Ansichten aus der Sammlung von Alt-Bürgermeister Martin Götz, welcher über 1.000 historische Bilder seiner Heimatstadt verfügt, zu bestaunen. Reproduktionen dieser Raritäten sind zum Selbstkostenpreis zu erwerben, betonte Organisator Josef Fürst vom Rattenberger Kultur- und Wirtschaftsförderungsverein (KuWiFö).
Die Ausstellung, bei welcher auch die Künstler immer persönlich anwesen sind, ist vom 24. November bis zum 17. Dezember im Rahmen des Rattenberger Advents jeden Freitag von 16 bis 20 Uhr sowie Samstag von 14 bis 19 Uhr und Sonntag von 15:30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

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