Öffi-Ausbau
KUUSK-Mobilitätskonzept nimmt Fahrt auf

- Im Jahr 2021 fanden Bürger/-innen-Workshops für das Mobilitätskonzept KUUSK statt.
- Foto: Regionalmanagement KUUSK/Manuel Tschenet
- hochgeladen von Barbara Fluckinger
Nachdem Ideen in den Gemeinden gesammelt wurden, werden diese Anfang 2022 präsentiert. Das Konzept soll dann im Frühjahr 2022 fertig sein.
BEZIRK KUFSTEIN. Es sind zwölf Gemeinden, die zur Leader-Region KUUSK (Kufstein und Umgebung, Untere Schranne – Kaiserwinkl) gehören. Sie verfolgen aktuell das Ziel, Alternativen zum Privatauto auszubauen. Gleichzeitig sollen Radwege und Öffi-Angebote ausgebaut werden, um diese Formen der Fortbewegung attraktiver zu machen. Deswegen wurden die Planungsbüros "komobile" und "con.sens" beauftragt, ein umfassendes Mobilitätskonzept zu erarbeiten.
Ideen wurden gesammelt
Gleich zu Beginn, ging es darum den Bestand zu analysieren, darauf folgten Workshops mit Landes-, Gemeinde- und Tourismusvertreter/-innen sowie drei Termine mit Bürger/-innen. Diese fanden in den Teilregionen jeweils in Walchsee, Langkampfen und Kufstein statt. Bürger hatten dabei, die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und ihre Sorgen, Wünsche und Visionen mitzuteilen. Hinzu kam noch eine umfangreiche Mobilitätsbefragung im Sommer. In Kufstein waren es hierbei 558 Teilnehmer, prozentuell gesehen, hat sich aber die Gemeinde Thiersee vergleichsweise mit 118 Teilnehmern am meisten beteiligt, was immerhin beinahe 4 Prozent der Bevölkerung ausmacht.
So wurden unzählige Vorschläge aus der Region gesammelt, die nun sortiert und ausgearbeitet werden. Zu den Ideen gehören unter anderem verkehrsberuhigte Bereiche oder auch visionäre Brückenneubauten, zum Beispiel für Fußgänger/innen und Radfahrer/-innen zwischen Ebbs und Kiefersfelden. Die Ergebnisse der Befragung können unter www.rm-kuusk.at/befragung heruntergeladen werden.
Konzept bis Frühjahr 2022
Im Jahr 2022 soll es dann aber gleich weiter gehen: In weiteren öffentlichen Terminen werden die gesammelten Ideen präsentiert und Feedback eingeholt. Sollte die Abhaltung möglich sein, so findet der erste Termin am 3. Februar 2022 im Rathaus Kufstein statt. Dieser letzte Schritt soll zur Fertigstellung des Mobilitätskonzepts führen, damit dieses im Frühjahr 2022 den Gemeinderäten übergeben werden kann. Erstmals gibt es dann eine regionale Verkehrsstrategie, die den Gemeinden zudem neue Fördermöglichkeiten eröffnet. Seit diesem Jahr werden neuerdings über das klimaaktiv mobil-Programm des Bundes auch Fußverkehrsprojekte mit bis zu 50 Prozent gefördert, das betrifft beispielsweise den Bau von Gehwegen/-steigen oder Begegnungszonen.
Das Land Tirol und die Europäische Union (EFRE) fördern die Projektkosten von rund 83.000 Euro mit bis zu 65 Prozent. Der Eigenmittelanteil wird vom Regionalmanagement KUUSK getragen.
"Kufstein mobil" wird Ideen verfolgen
Das Mobilitätskonzept wurde für die ganze Region ausgearbeitet. Die Gemeinden haben damit eine Basis dafür, wie sie in den nächsten Jahren sinnvolle Mobilitätsprojekte umsetzen können. Die Genossenschaft "Kufstein mobil" startet vorerst in den Stadt Kufstein. "Jetzt geht es daran, noch weitere Partner zu finden", erklärt KUUSK-Mobilitätsbeauftragter Manuel Tschenet. "'Kufstein mobil' wird dort dann die Ideen für die Stadt verfolgen und in Folge möglichst für die ganze Region", so Tschenet. Entscheidend sei aber natürlich, welche Gemeinden mitmachen und der Genossenschaft den Auftrag geben, etwas umzusetzen.
2022 tut sich bereits etwas
Im Jahr 2022 werden bereits konkrete Vorhaben umgesetzt. Acht Gemeinden aus der KUUSK-Region machen bei der Zertifizierung zur familienfreundlichen Region mit. Ein Ziel dabei ist es, die Radabstellanlagen zu verbessern. Diese Maßnahme wolle man bereits im nächsten Jahr angehen, erklärt Tschenet. Weitere Projekte, die schnell umsetzbar sind, betreffen Verbesserungen im Schulwegumfeld oder Car-Sharing-Standorte.
Dass das Ziel eines Mobilitätskonzeptes schon in der Strategie der Leader Region festgeschrieben ist, bewertet Tschenet als sehr positiv. "Damit ist unsere Region eine der wenigen, die ein gemeindeübergreifendes Konzept erarbeitet und nicht an einer Gemeindegrenze aufhört zu denken, sondern für die ganze Region plant", so Tschenet. (red)
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