Projekt
Sprint zu neuem Kufsteiner Sportzentrum trifft auf Hindernisse
- Schon 2023 lagen Pläne für ein neues Sportzentrum in Kufstein vor. Ob diese umgesetzt werden, ist offen.
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Sportreferent Thomas Krimbacher legt Pläne für ein neues Sportzentrum in Kufstein erneut auf den Tisch und will das Projekt nun vorantreiben. Bgm Martin Krumschnabel erteilt dem Projekt aber eine De-facto-Absage.
KUFSTEIN. Eigentlich steht schon seit dem Jahr 2023 ein Siegerprojekt für das "Sportzentrum Fischergries" in Kufstein fest. Damals wurde für das Vorhaben ein Architekturwettbewerb seitens der Stadt ins Leben gerufen. 13 Einreichungen gab es, das Siegerprojekt kam vom Büro "PRW Architekten Pizzignacco Reich Waltl" aus Innsbruck.
Planung sollte gemacht werden
Im Jahr 2024 wollte man sich vorwiegend der Finanzierungsfrage und der detaillierten Planung widmen. Das städtische Planungsteam wurde damit beauftragt, gemeinsam mit den Architekten und Vereinen die Entwürfe zu optimieren. Das vorgegebene Ziel: Kostenschwankungen für die Einreichung der Pläne zu minimieren und die Grundlage für die Förderanträge zu schaffen.
- Die Pläne für das neue Sportzentrum liegen bereits auf dem Tisch.
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Manche wollten günstigere Alternative
"Überraschenderweise gab es Gemeindepolitiker und Mitarbeiter unserer Stadt, welche einen Alternativvorschlag für unseren Sportplatz erarbeiten wollten", erklärt Kufsteins Sportreferent Thomas Krimbacher. Die Alternative sollte Einsparungen, bessere Funktionalität und eine schnellere Umsetzung bringen. Laut Krimbacher blieben aber konkrete Vorschläge für eine solche Alternative bislang aus – das trotz zwei Fristen, die einem durch die Stadt eigens dafür beauftragten zweiten Architekturbüro eingeräumt wurden. "Diese Chance wollten wir den Personen geben, um dann die beiden Optionen gegenüberzustellen und die bessere Variante auszuwählen. Es wurde nichts geliefert", betont Krimbacher.
- "Für einen modernen, zukunftsfähigen Sportplatz braucht es jetzt klare Entscheidungen sowie die Einreichplanung und Förderansuchen", sagt Sportreferent Thomas Krimbacher.
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Jetzt möchte der Sportreferent das Projekt vorantreiben und zur Umsetzung bringen. Dafür soll es Anfang September im Rahmen der nächsten Sportausschuss-Sitzung vorgelegt und zur Abstimmung gebracht werden. "Die Diskussion darf sich nicht weiter im Kreis drehen – zu groß ist der Handlungsbedarf für Kufsteins Sportvereine, Nachwuchsarbeit und Infrastruktur. Für einen modernen, zukunftsfähigen Sportplatz braucht es jetzt klare Entscheidungen sowie die Einreichplanung und Förderansuchen", sagt Krimbacher.
- "In der derzeitigen wirtschaftlichen Situation, die mit massiven Einnahmenrückgängen bei den Gemeinden verbunden sein wird, ist die Realisierung eines Sportzentrums schlichtweg nicht zu verantworten", so Bürgermeister Martin Krumschnabel.
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Krumschnabel: "Nicht umsetzbar"
Bürgermeister Martin Krumschnabel betont, dass sehr wohl bereits ein Alternativvorschlag erarbeitet worden sei, erteilt dem sportlichen Projekt im gleichen Atemzug aber eine Absage.
"In der derzeitigen wirtschaftlichen Situation, die mit massiven Einnahmenrückgängen bei den Gemeinden verbunden sein wird, ist aber die Realisierung eines Sportzentrums schlichtweg nicht zu verantworten",
so der Stadtchef. Die Sparpakete des Bundes würden sich auf die Gemeinden massiv auswirken, das verstärke nochmals den Wirtschaftseinbruch. "Es ist hier niemand in Verzug, es ist nur die Realität zu akzeptieren, dass derartige Großprojekte momentan nicht umsetzbar sind", sagt Krumschnabel.
Zuerst Kabinengebäude
Doch was genau sollte laut den vorliegenden Plänen eigentlich umgesetzt werden? Im ersten Schritt des zweistufigen Bauvorhabens würde es zunächst vor allem um ein neues Kabinengebäude gehen. Es sollen ein Garderobengebäude mit bis zu acht Kabinenräumen für alle Vereine und Schulen sowie eine Neugestaltung des Kunstrasenplatzes realisiert werden. Letzterer würde dafür um ein paar Meter versetzt bzw. neu platziert werden.
- Zwischen den beiden Fußballplätzen könnte laut den Plänen ein lang gezogenes Kabinengebäude mit Café entstehen.
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Hinzu kämen ein öffentliches Sport-Café mit Aussichtsterrasse, ein Seminarraum, weitere Lagerräume, ein Büro sowie Erste-Hilfe- und Nebenräume. Dabei könnte in dieser ersten Baustufe auch der erste Teil der geplanten Spielplätze und Sportanlagen in der Nähe des Cafés umgesetzt werden. Krimbacher geht hier von einer Kostenschätzung von rund 8 Millionen Euro aus, wobei Einsparungen bei einer optionalen "Brücke" und dem Keller des Gebäudes jederzeit möglich seien. Die Kosten teilen sich wie folgt auf: 5 Millionen Euro (+ 1 Million Planungskosten) fließen in das Kabinengebäude, 1 Million Euro in den Kunstrasenplatz und 1 Million in Spielplätze. Krimbacher rechnet damit, dass nach Greifen der Förderungen Kufstein einen maximalen Kostenanteil von unter 6 Millionen tragen müsste.
- Hier könnte ein neues Gebäude mit Kabinen für alle Vereine und Schulen entstehen.
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Danach Parkgarage
In einem zweiten Schritt könnte dann zu einem späteren Zeitpunkt ein Parkhaus gebaut werden – in einigen Jahren, wie Krimbacher betont. Betreiber und Errichter des Parkhauses könnten die Stadtwerke Kufstein sein. Das Parkhaus könnte am Busparkplatz, am Parkplatz des Tennis- und Schwimmbad-Bereiches, oder beim Bootshaus auf der anderen Inn Seite entstehen.
Die zusätzlich gewonnene Fläche durch den Wegfall der Parkplätze würde dann für weitere Sport-Spielplätze und eine Außengestaltung genutzt werden. Damit hätte man auch eine direkte Verbindung zur Innpromenade. Die Baukosten für die Außenanlagen werden auf rund 3,3 Millionen Euro geschätzt.
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