Eine harte Probe für Fahrradträger

Viele Familien wollen auch unterwegs nicht auf ihre eigenen Fahrräder verzichten.
  • Viele Familien wollen auch unterwegs nicht auf ihre eigenen Fahrräder verzichten.
  • Foto: ÖAMTC
  • hochgeladen von Helene Wendlinger

Damit einer sicheren Anreise nichts im Wege steht, hat der ÖAMTC 14 Fahrrad- und E-Biketräger getestet. „Evaluiert wurden fünf Träger, die für eine Montage am Dach vorgesehen sind, und neun Systeme, die an der Anhängerkupplung angebracht werden. Davon sind sechs Modelle E-Bike-tauglich, da sie Zuladungen von bis zu 30 kg pro Rad erlauben“, erläutert ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Nahezu vom Markt verschwunden sind mittlerweile Fahrradträger für die Montage an der Heckklappe, die deshalb beim Test außen vor blieben.

Getestet wurden die Produkte nicht nur in dynamischen Fahrversuchen wie Vollbremsung, Ausweichen und Schlechtwegstrecke. Auch Handhabung, Montage, Beladung und Kraftstoffverbrauch wurden evaluiert. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Fahrrad-Rahmentypen verwendet: „Neben Mountainbike, Damen- und Kinderfahrrad, kamen bei Pedelec-geeigneten Trägern zwei unterschiedliche E-Bike-Rahmen zum Einsatz“, erklärt Kerbl den Ablauf des ÖAMTC-Tests.

Das Gesamtergebnis zeigt, dass nicht alle Träger halten können, was sie versprechen. Zwar leistet sich das am besten bewertete Modell, der Dachträger THULE ProRide 591, keine signifikanten Schwächen, zu einem „sehr gut“ reicht es trotzdem nicht ganz. „Das System kann insgesamt mit schneller Montage und auch in Notsituationen hoher Stabilität überzeugen“, lobt der ÖAMTC-Techniker. Auch bei den Anhängerkupplungs-Trägern hat der Hersteller THULE mit dem Euroway G2 920 die Nase vorn. „Neben der sehr einfachen Montage punktet das Modell mit ausziehbaren Lichtern und Schienen sowie einer optionalen Auffahrschiene“, so Kerbl. Verbesserungsbedarf besteht bei der Klemmkraft, die zu leicht verstellt werden kann. Da die Zuladung mit 20 kg pro Rad relativ gering ist, eignet sich das Produkt nicht für E-Bikes.

Im Bereich der AKH-Träger, die auch für Elektro-Fahrräder geeignet sind, konnte sich der Atera Strada Sport 2 durchsetzen. „Auch in Extremsituationen wie Ausweichmanövern oder Crashs überzeugt das Produkt“, zeigt sich der ÖAMTC-Experte erfreut. Die optionale Auffahrschiene ist ebenfalls ein Pluspunkt, negativ fallen dagegen die Rad-Schienen, die zu kurz für große Räder sind, ins Gewicht.

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