"Jetzt muss nur noch der Schnee kommen"

Top-Motiviert vor dem Start in die Saison: Stefan Schwarzbach, Markus Gandler, Christoph Sumann, Franz Berger, Josef Schneider, Christian Rieder und Martin Werner (v. l.).
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  • Top-Motiviert vor dem Start in die Saison: Stefan Schwarzbach, Markus Gandler, Christoph Sumann, Franz Berger, Josef Schneider, Christian Rieder und Martin Werner (v. l.).
  • hochgeladen von Sebastian Noggler

Der Internationale DB Schenker Grenzland-Cup geht 2014/15 in seine bereits 14. Saison. Neun Rennen in fünf Ländern stehen diesmal auf dem Programm. In den kommenden Jahren wollen die Organisatoren um Christian Rieder noch mehr Nationen in die Rennserie hereinholen.

Der Auftakt des Grenzland-Cup wird am 14. Dezember im bayerischen Ruhpolding über die Bühne gehen. Stefan Schwarzbach, Pressesprecher des DSV, weiß um die Wichtigkeit der Serie für seinen Verband und die Region: "Wir würden ohne den Grenzland-Cup niemals in der Lage sein in der Region eine so hochkarätige Veranstaltung abzuhalten. Das ist die beste Werbung überhaupt für unseren Sport."
Diese Regionalität ist auch für den Geschäftsführer des Hauptsponsors DB Schenker in Kufstein, Josef Schneider, mit Ausschlag gebend für sein Engagement. Schenker, der internationale Logistikpartner des ÖSV, möchte die "Möglichkeit nutzen, die Verbundenheit mit dem ÖSV auch regional zu zeigen", so Schneider.

Nach Ruhpolding im Dezember stehen die nächsten Rennen dann im kommenden Jahr auf dem Plan: Am 4. Jänner in Planica (SLO), am 18. Jänner in Walchsee, am 31. Jänner in Zadov (CZ), am 1. Februar in Sappada (HUN) und Sachrang (DE), am 14. Februar in Schöneben, am 22. Februar in St. Jakob i. Rosental und am 1. März zum Abschluss in St. Ulrich am Pillersee.

Biathlon-Weltcup in Hochfilzen

Bevor die Langläufer in den Grenzland-Cup starten, steht für die Biathleten bereits von 11. bis 14. Dezember der Weltcup-Bewerb in Hochfilzen mit Sprint, Staffel und Verfolgung von Herren und Damen auf dem Programm.
Franz Berger, neun Jahre lang Renndirektor des Internationalen Biathlonverbandes (IBU) und Clubpräsident von Hochfilzen, ist wieder als Chef des Organisationskomitees "zurück daheim". Die Vorbereitungen auf den Weltcup seien bereits voll am Laufen, der heurige Termin für die Organisatoren weitaus günstiger als im Vorjahr, da man keine Rücksicht auch die Olympiavorbereitung nehmen müsse.
Neben dem bereits gut anlaufenden Kartenvorverkaufs für das Weltcup-Wochenende freut sich Berger besonders über die Neubauprojekte rund um den Stützpunkt in Hochfilzen. Der Spatenstich im Oktober war der Auftakt für die dreiphasige Erneuerung der Anlage, die, bis 2017 komplett fertiggestellt, Austragungsort für die Biathlon-Weltmeisterschaften sein wird. In Kooperation zwischen ÖSV, Bundesheer, Bund, Land und Gemeinde wird Hochfilzen um über 20 Millionen Euro zum hochmodernen Biathlon-Zentrum ausgebaut, unter Anderem mit einer Indoorschießhalle und weiteren technischen Raffinessen. "Hochfilzen ist DER Biathlon-Stützpunkt und wird es mit dem Neubau noch viel mehr", stimmt auch Markus Gandler zu.

Gandler zählt auf gute Nachwuchs-Arbeit

Markus Gandler, der ÖSV-Rennsportdirektor für Langlauf und Biathlon, kann auch mit Hinblick auf die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2019 in Seefeld auf ein starkes junges Team zählen. Die WM im eigenen Land "brauchen wir wie einen Bissen Brot zur Motivation unserer Jungen", meinte er im Pressegespräch. Die Leistungen in den Nachwuchsklassen stimmen ihn allerdings sehr zuversichtlich.
Auch die aktuellen Leistungsträger seiner Teams sind durch die Bank recht jung, was besonders nach der letzten Doping-Causa um Johannes Dürr in Sotschi vorteilhaft gewesen sei. Der Fall "hat das junge Team nicht so belastet wie befürchtet. Nun liegt die Causa beim Staatsanwalt und da gehört sie auch hin, meines Erachtens. Das ist eben kriminell", so Gandler.
Am kommenden Wochenende startet im ÖSV die Team-interne Qualifikation für die Startplätze im Biathlon. "Wir warten nur noch auf den Schnee", scherzt der Rennsportdirektor.

Mit Sumi-Cup auf Talentsuche

Um künftige Nachwuchssorgen im Zaum zu halten wurde über den ÖSV zudem eine neue Wettkampfserie sowohl im Langlauf als auch im Biathlon gestartet. Christoph Sumann, nach seinem Rücktritt als aktiver Sportler bald als Analyst für den ORF im Einsatz, möchte damit Kindern die beiden Sparten näher bringen, ohne gleich eine Spezialisierung auf langlauf oder Biathlon zu erzwingen. Es gehe vorallem um den Spaß am Sport und um die Technik. "Vielleicht schaffen wir es ja, den einen oder anderen von der Couch und der Spielekonsole weg zu bekommen", so Sumann. Mit Blick auf "seinen" Biathlon fügt er an: "Schießen macht Spaß, und das nicht nur den Burschen."
Martin Werner, Sportwart Langlauf im Bayerischen Skiverband, kennt eine ähnliche Serie bereits aus Bayern. Auch dort gehe es in erster Linie darum, die Kinder und ihre Familien für den Sport und die Vereine zu begeistern. Vergangenes Jahr zählte der Schüler-Cup in Ruhpolding 500 Teilnehmer. Möglicherweise könnte sich nach einem "Probejahr" des Sumi-Cups in Österreich eine gemeinsame Serie von ÖSV und DSV ergeben. DSV-Pressesprecher Schwarzbach jedefalls meinte: "Es wäre sträflich dieses Potenzial nicht zu nutzen."

Weitere Informationen:
Zum Weltcup in Hochfilzen
Zum Grenzland-Cup
Zum SUMI-Cup

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