Award ging nach Kufstein
Weinmagazin "Wine Spectator" zeichnet Georg J. Riedel aus

Georg J. Riedel, Glashersteller in der zehnten Generation, darf sich über den "Distinguished Service Award“ freuen.
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  • Foto: GJR/Riedel
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Der Kufsteiner Glashersteller in zehnter Generation wurde für seine "hervorragende Leistung" innerhalb der Weinbranche geehrt.

KUFSTEIN (red). Der" Wine Spectator", das einflussreichste Weinmagazin der Welt, hat den 38. Empfänger des jährlich zu vergebenden „Distinguished Service Award“ bekanntgegeben. Die Auszeichnung erhält der Kufsteiner Georg J. Riedel – Glashersteller in der zehnten Generation. Die Preisverleihung findet im Oktober 2019 im Rahmen der New York Wine Experience statt. Der Preis würdigt Personen, die „in der Weinbranche einen maßgeblichen und nachhaltigen Beitrag geleistet haben“.
Mitch Frank, anerkannter Redakteur des Magazins Wine Spectator erklärt, dass Georg J. Riedel „die Art, wie wir Wein trinken revolutioniert hat, indem er das Rebsorten spezifische Weinglas und den damit verbundenen Trinkgenuss weltweit verbreitet.“
Georg J. Riedel setzt sich konsequent für wohltätige Zwecke ein. Der Brustkrebsmonat Oktober und die Elton John AIDS Foundation sind nur zwei Beispiele für sein wohltätiges Engagement, das weit über die Weinbranche hinausgeht.

Riedel: "Sehr dankbar"

"Ich bin dem Wine Spectator sehr dankbar dafür, dass er mir diesen außergewöhnlichen Preis verleiht. Es ist eine Ehre, im gleichen Atemzug mit den profiliertesten Persönlichkeiten in der Wein- und Lebensmittelbranche genannt zu werden“, freut sich Georg J. Riedel. „Ich bin zwar nicht der erste Österreicher, der in den Olymp des Wine Spectator aufgenommen wird, aber der erste Hersteller von Gläsern. Ich bin sehr stolz darauf, diese Ehre mit meinem Team und meiner Familie zu teilen.“
Wie schon andere Weinkoryphäen aus der ganzen Welt vor ihm wird Georg J. Riedel durch diesen Preis ausgezeichnet, wobei er sich dadurch unterscheidet, dass er keinen Wein macht, sondern den Wein mit allen menschlichen Sinnen verbindet und dadurch dem Wein zu höchsten Genuss verhilft.

Über die Firma Riedel

1756 gründete Johann Leopold Riedel (3. Generation) in Böhmen (Tschechische Republik) seine erste Glashütte. Mit dem zweiten Weltkrieg 1945 fand das erfolgreiche Familienunternehmen ein abruptes Ende. Die deutschsprachige Bevölkerung verlor mit einem Mal Ihr gesamtes Hab und Gut. 1956, elf Jahre nach der Enteignung in Böhmen, bot sich für Walter Riedel (8.Generation) und Claus Riedel (9. Generation) eine einmalige Gelegenheit ihre Glasmacher-Tradition wieder aufzunehmen – die in Konkurs befindliche Tiroler Glashütte in Kufstein, wieder mit Leben zu füllen. In dieser Ära wurde Claus Riedel als weltweit erster Glasmacher für seine "weingerechten" Gläser berühmt. Seine bahnbrechenden Designs prägen seit den 1950er Jahren bis heute alle bekannten Glasformen.
Georg J. Riedel (10. Generation, geboren 1949) trat 1973 als Buchhalter in das Familienunternehmen ein. Schon früh entwickelte er seine Leidenschaft für guten Wein und war fasziniert von dem „Phänomen Glasform“, die die Wahrnehmung des Weins wesentlich beeinflusst.
Seine Talente nutzend, gepaart mit ausgeprägten kaufmännischen Talent und gefördert von seinem Vater Claus, übernahm er schnell die Führung des Unternehmens und damit auch die Entwicklung Rebsorten spezifischer Gläser.

Erfolg dank anhaltender Nachfrage

Zeitgleich hat der Weinanbau in der Neuen Welt einen ersten Höhepunkt erreicht und es entstand die anhaltende Nachfrage für Weingläser von Riedel. Viele Reisen und persönliche Freundschaften haben den Erfolg gefördert. Die Einführung von "Vinum" war eine Sensation. Diese erste Rebsorten-spezifische, maschinen-gefertigte Glasserie der Welt, zum erschwinglichen Preis, bildete die Grundlage für eine sichere Zukunft des Unternehmens.
Georg J. Riedel eröffnete 1979 in den USA seine erste Niederlassung (als Importeur und Distributeur). Seither entstanden acht weitere auf der ganzen Welt, unter anderem in China, Japan und Australien. Er war der Erste, der den Weingroßhandel nutzte, um damit die Gastronomie zu bedienen. Dadurch dehnte das Unternehmen seine weltweite Präsenz auf über 100 Länder aus. Sein Traum, wieder alle Gläser in eigenen Fabriken zu fertigen, ging mit der Übernahme von Nachtmann und Spiegelau, im Jahr 2004, in Erfüllung. Ohne Bankdarlehen und durch den Einsatz angesparter Barmittel wurden die damals viel größeren Glashersteller Nachtmann und Spiegelau gekauft .
Heute ist mit der Leitung des Gesamtunternehmens die 11. Riedel Generation betraut. Maximilian ist Mitgesellschafter und Geschäftsführer. Laetizia vertritt die Gesellschaften rechtlich als die leitende Firmenanwältin.

Nähere Informationen über den „Distinguished Service Award“ finden
Sie unter www.winespectator.com.

Autor:

Barbara Fluckinger aus Kufstein

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