Neujahrsempfang 2026
WK will "Fast Lane", Verkehrstests und mehr für den Bezirk Kufstein
- WK-Präsidentin Barbara Thaler und WK-Bezirksobfrau Sonja Altenburger (v.l.) gaben einen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Lage im Bezirk Kufstein.
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WK will für Bezirk Kufstein eine Art "Fast Lane" bei Bewilligungen für Unternehmen, aber auch mehr Experimentierfreudigkeit beim Land, was etwa das Nachtverbot betrifft, sowie mehr Wertschätzung für "Wertschöpfung".
KUFSTEIN, BEZIRK KUFSTEIN. Alle Jahre wieder lädt die Wirtschaftskammer (WK) im Jänner in den Bezirkskammern zum Neujahrsempfang. So auch in Kufstein, wo WK-Präsidentin Barbara Thaler und WK-Bezirksobfrau Sonja Altenburger am Mittwoch, den 14. Jänner 2026 mit druckfrischen Daten im Gepäck einen Blick auf die derzeitige wirtschaftliche Lage im Bezirk warfen, aber auch ihre Pläne für 2026 vorstellten.
Eine "Fast Lane" bei Bewilligungen
Für den Bezirk Kufstein stehen im Jahr 2026 seitens der WK drei zentrale Zukunftsprojekte im Fokus. So will die WK Kufstein praxisnahe Bewilligungsverfahren erwirken: Wenn Betriebe ein fachlich sauberes Projekt einreichen, sollen sie wie in einer Art "Fast Lane" bei Bewilligungen profitieren. "Unternehmen, die investieren (...) brauchen verlässliche und zeitnahe Zusagen", sagt WK-Bezirksobfrau Sonja Altenburger. Sie betont, dass dank der Digitalisierung hier eine Vereinfachung möglich sei. Es könne nicht sein, dass man als Unternehmer etwas einbringt, monatelang warten muss und dann die Verordnungen bis zur Bewilligung schon wieder längst überholt seien, erklärt Altenburger.
- Ein Ziel der WK: Wenn Betriebe ein fachlich sauberes Projekt einreichen, sollen sie wie in einer Art "Fast Lane" bei Bewilligungen profitieren, wie WK-Bezirksobfrau Sonja Altenburger erklärt.
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Verkehr: Land soll ausprobieren
Aber auch Verkehr und Blockabfertigung an der Grenze zu Bayern sind für die WK 2026 im Bezirk Kufstein ein Kernthema. Sie beabsichtigt, sich beim Land Tirol dafür einzusetzen, gewisse Vorschläge zu testen. WK-Präsidentin Thaler nennt hier etwa den Vorschlag, vom Nachtfahrverbot – auch vor oder nach Feiertagen – eine Stunde wegzunehmen. So könnte man testen, ob sich das auch positiv auf den Pendlerverkehr auswirkt. Stillstand bedeute nicht nur Kosten, sondern auch einen Ausweichverkehr in grenznahen Gebieten und zusätzliche Staus, wie Altenburger betont.
Wertschätzung für alle, die Wert schöpfen
Als dritten Punkt hat die WK Kufstein 2026 die Initiative "Zusammen:mehr - Wertschöpfung durch Wertschätzung" im Fokus. "Jeder, der Wert schafft in unserer Region, tritt in diesen Kreislauf ein und hilft mit, dass unsere Region, die Wirtschaft und unsere Wertschöpfung funktionieren", sagt Altenburger. Neben Mitarbeitern und Unternehmerfamilien seien es auch die Gäste, die in der Region Wert schöpfen und vor Ort kaufen. Ihnen allen soll Wertschätzung entgegengebracht werden.
- "Die Tiroler Wirtschaft hat wieder Boden unter den Füßen, aber sie läuft noch vorsichtig", sagt Barbara Thaler.
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Wirtschaftliche Lage stabilisiert sich
Dabei zeigt sich anhand der Dezember-Konjunkturumfrage der WK in Tirol auch zum Jahresbeginn 2026, dass die Frage danach, wie es der Tiroler Wirtschaft geht, nicht ganz einfach zu beantworten ist. Die Daten aus der Umfrage in 400 Leitbetrieben zeigen, dass sich die wirtschaftliche Lage im Vergleich zum letzten Winter etwas verbessert und stabilisiert hat. "Die Tiroler Wirtschaft hat wieder Boden unter den Füßen, aber sie läuft noch vorsichtig", sagt Thaler. Die Wirtschaft stabilisiere sich zwar, aber nicht jede Branche profitiert gleich davon.
Unterschiede in den Branchen
Die einzelnen Branchen performen also unterschiedlich. Während also der Tourismus und der Dienstleistungssektor stabil sind, hat vor allem die Industrie mit dem dritten Jahr der Rezession zu kämpfen. Hohe Arbeitskosten und internationaler Wettbewerbsdruck machen dieser Branche zu schaffen. Ein Lichtblick könnte die nun geplante Strompreisentlastung für die Industrie – mittels einer Einführung eines gedeckelten Industriestrompreises – sein.
Der Handel konnte sich dank eines guten Weihnachtsgeschäftes zufrieden zeigen, ist aber nach wie vor abwartend vorsichtig, wie Thaler erklärt. Die Bauwirtschaft ist indes nach wie vor negativ eingestellt - auch emotional. Als größte Herausforderungen in Tirol nennt die WK-Präsidentin vor allem die hohen Arbeitskosten und den Bürokratieabbau.
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