11.10.2016, 22:06 Uhr

UPDATE: Tatverdächtige schweigt weiter nach Bluttat – U-Haft

Polizeibeamte und Spürhunde am Tatort in Wörgl (Foto: ZOOM.TIROL)

83-Jährige schwer verletzt in Wohnung gefunden, mutmaßliche Täterin mittlerweile gefasst. Polizei fahndete mit Hunden und Straßensperren, Tatortermittler und LKA in Wörgl.

WÖRGL (nos). Gegen 20 Uhr kam es zu einem folgenschweren Zwischenfall in der Wörgler Anton-Bruckner-Straße. Eine 83-jährige Anwohnerin, Hilde M., verständigte den Polizeinotruf und gab an, dass sich eine fremde Frau in ihrer Wohnung eingesperrt hätte. Kurz vor Eintreffen der Beamten habe ein Zeuge beobachtet, wie eine Unbekannte über den ebenerdig gelegenen Balkon aus der Wohnung der 83-Jährigen flüchtete.
Als die Polizeibeamten sich daraufhin über den Balkon Zutritt zur Wohnung verschafften, fanden sie die Wörglerin mit einer blutenden Kopfwunde vor, sie wurde notärztlich versorgt und ins Krankenhaus Kufstein gebracht. Die Schwere der Verletzung ist derzeit noch nicht einschätzbar, ebenso ist der mögliche Tathergang Gegenstand der gerade laufenden Ermittlungen. Tatortspezialisten und der Leiter des LKA Tirol, Walter Pupp, sind derzeit in Wörgl vor Ort.
Die Polizei veranlasste eine sofortige Alarmfahndung, sowohl mit Polizeihunden im Umkreis der Wohnanlage, als auch mittels Straßensperren im Großraum Wörgl und auch im Bezirk Kitzbühel, etwa bei Going und Kirchberg.

Festnahme bei Fahndung nach Wörgler Täterin

Im Verlauf einer sofort eingeleiteten Alarmfahndung konnte laut Polizeiangaben rasch eine 49-jährige Serbin als mögliche Tatverdächtige ausgeforscht und folglich festgenommen werden. Sie wird derzeit einvernommen.

Die 49-jährige, in Wörgl wohnhafte, Draginja N. ist laut Walter Pupp dringend tatverdächtig. Sie sei mit Gegenständen angetroffen worden, von denen die Polizei davon ausgeht, dass sie aus der Wohnung des Opfers stammen.
Bislang will die Verdächtige in den Einvernahmen nichts mit der Gewaltanwendung gegen Hilde M. (83) zu tun haben, sie bestreitet auch, dass die Gegenstände aus der Wohnung stammen würden.
Draginja N. wurde schon mehrfach polizeilich auffällig, bestätigt Walter Pupp, vorwiegend wegen Eigentumsdelikten. Sie wurde in Untersuchungshaft genommen.
Der Zustand von Hilde M. ist derweil weiterhin "kritisch und sehr ernst", so Pupp.
Sie wird in der Innsbrucker Universitätsklinik intensivmedizinisch versorgt.

Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck die Ermittlungen vom LKA übernommen. Nach Auskunft von Staatsanwalt Hansjörg Mayr ist der Zustand von Hilde M. weiterhin ernst. Draginja N. sitzt in Untersuchungshaft, es gäbe bislang keine neueren Ergebnisse aus den Einvernahmen.
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