11.11.2016, 10:41 Uhr

Noch ein Spitzenmann im Aufgebot

Das tolle Nennergebnis für die Rallye Waldviertel am 18./19. November erhält noch Zuwachs / Der Vorjahrs-Zweite Attila Rongits aus Ungarn erhöht das hochkarätige Ausländer-Kontingent auf 40 und die Gesamtanzahl auf 89 Teams

Helmut Schöpf kommt derzeit aus der guten Laune nicht heraus. Nach einer zugegebenen Sinnkrise im letzten Jahr („Bei nur 48 Startern fragt man sich natürlich, warum man sich das Ganze eigentlich antut“) steht der Organisations-Chef der Rallye Waldviertel nun vor dem Lohn seines Durchhaltevermögens bzw. seiner exzellenten Arbeit. Mit 89 Teams hat sich das Starterfeld für die heurige 36. Ausgabe des Saisonfinales am 18./19. November in St. Pölten und Grafenegg gegenüber 2015 praktisch verdoppelt. „Mit den zusätzlichen 19 Mannschaften, die sich für den erstmals im Rahmen der Rallyeshow im VAZ St. Pölten und abseits der Rallye zu fahrenden Wettbewerb um den Racemaster Austria angemeldet haben, kommen wir sogar auf über 100 Starter“, ist Schöpf zu Recht stolz.

Maßgeblichen Anteil an dem beeindruckenden Nennergebnis (mit gleich 12 R5-Boliden) haben freilich die vielen Teams aus dem Ausland, die vorwiegend deshalb zur Rallye Waldviertel kommen, weil diese heuer u. a. das Finale der FIA European Rallye Trophy bildet. So finden sich mit Jan Cerny aus Tschechien (Skoda Fabia R5) und David Botka aus Ungarn (Citroen DS3 R5) immerhin zwei ERC2-Gesamtsieger im Feld. Und besonders dem Russen Nikolay Gryazin traut etwa Topfavorit Raimund Baumschlager einiges zu. „Das ist ein ganz schneller Mann, der mir schon oft aufgefallen ist“, meint der 13-fache österreichische Staatsmeister über den erst 20-jährigen Skoda-Fabia-R5-Piloten. „Ich bin überzeugt, wenn er durchkommt, ist er vorne dabei.“

Im letzten Moment ist das überaus starke Ausländerkontingent sogar noch angewachsen. „Durch ein Internetproblem ist die Nennung von Attila Rongits untergegangen“, erklärt Helmut Schöpf die erfreuliche Erweiterung auf nunmehr 40 internationale gegenüber 49 nationale Teams. Der schnelle Ungar sitzt zwar „nur“ in einem Mitsubishi Evo IX, aber mit diesem hat er schon öfters – so auch im letzten Jahr – außergewöhnliche Racer-Mentalität bewiesen. „Besonders Schotter ist sein Metier“, freut sich Schöpf. Der Waldviertler Schotter offensichtlich sogar explizit. Platz zwei im Vorjahr ist wohl Empfehlung genug.
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