09.11.2017, 08:58 Uhr

Rallye Waldviertel 2017: Bereit für die Show des Jahres?

Die 37. Rallye Waldviertel beginnt am Donnerstag, 9.11.2017, mit der administrativen und technischen Abnahme in Fuglau (Foto: Harald Illmer)

Der jeweils dreifache Titelkampf in der ORM und in der 2WD-Wertung mit Spitzenfahrern wie Neubauer, Baumschlager, Mayr-Melnhof, Kogler, Wollinger und Schuberth-Mrlik steht bei der Rallye Waldviertel am 10. und 11. November 2017 im Mittelpunkt.

Die 37. Rallye Waldviertel beginnt am Donnerstag, 9. November mit der administrativen und technischen Abnahme in Fuglau. Die Servicezone wird in Rosenburg aufgebaut, während sich die Rallyeleitung in der neu adaptierten MJP Racing Arena in Fuglau befindet. Insgesamt haben 63 Teams aus sieben Nationen ihre Nennung für das Saisonfinale abgegeben. Darunter befinden sich sechs nationale Prioritätsfahrer, wobei drei Mannschaften auf WRC Fahrzeugen starten und neun Teams mit R5 Boliden am Start sein werden.

Die spannendste Rallye seit langem

Es wird sicherlich die spannendste Rallye Waldviertel der letzten Jahre werden. Das Zuschauerinteresse ist schon vor dem Start sehr groß, die Nachfrage nach den aufgelegten Rallyepässen um 15 Euro ist enorm. Der Grund ist klar, es geht diesmal sowohl in der ORM als auch in der 2WD-Wertung um die begehrten Staatsmeistertitel, aber auch im Opel- Cup wird noch um den Jahressieg gekämpft.

In der ORM hat Hermann Neubauer, der mit zwei Punkten Vorsprung auf Raimund Baumschlager in der Tabelle in Führung liegt, seine Favoritenrolle als regierender Staatsmeister an Baumschlager abgegeben und verweist auf fehlende Streckenkenntnis und die Tatsache, dass der Rosenauer mit dem VW Polo WRC ein Auto einsetzt, mit dem man gerade bei einer Schotterrallye mit Vorteilen rechnen muss. Trotzdem wird Neubauer mit seinem Ford Fiesta WRC jede geringste Chance wahrnehmen um seinen Titel erfolgreich verteidigen zu können.

Raimund Baumschlager bleibt in seiner persönlichen Einschätzung durchaus optimistisch. Für ihn gilt die Tatsache, diese Rallye schon achtmal gewonnen zu haben und mit dem Polo ein Auto zu besitzen, dass mit dem letzten Stand der Technik ausgerüstet ist. Für ihn gilt es von Beginn der Rallye an, voll auf Angriff zu fahren. Ebenfalls noch rechnerische Titelchancen hat Niki Mayr-Melnhof, er liegt in der Meisterschaftstabelle mit 14 bzw.12 Punkten auf Neubauer und Baumschlager zurück.

Für ihn gilt es das Citroen DS3 WRC beim ersten Antreten erfolgreich ins Ziel zu bringen und dann erst zu schauen, wie Neubauer und Baumschlager abgeschnitten haben. Natürlich können Christian Schuberth-Mrlik (Skoda Fabia R5) oder Gerald Rigler (Ford Fiesta R5) hier eine gewisse Rolle spielen, dies trifft natürlich auch auf die starken Ausländer zu, die ebenfalls ÖM-Punkte einfahren können. Etwa die Ungarn mit David Botka, Joszef Trencsenyi und Zoltán Szabó (alle Skoda Fabia R5), Gergely Fogasy (Peugeot 208 R5) sowie Attila Rongits und Gergö Szauer (beide Mitsubishi Evo X). Auch Tschechien ist mit zwei sehr starken R5 Piloten vertreten. Jaroslav Orsak und Tomas Kurka sind mit zwei Ford Fiesta R5 Boliden im Waldviertel am Start.

Übrigens weder bei Neubauer, Baumschlager und Mayr-Melnhof werden Streichresultate am Ende zu berücksichtigen sein, alle drei sind heuer schon einmal ohne Punkte geblieben. Interessant ist auch der Umstand, dass bei Punktegleichheit unter Einrechnung der Power Stage derjenige Fahrer gewinnt, der die meisten Siege eingefahren hat.

2WD: Kogler vor Wollinger und Wagner

Dies ist in der 2 WD-Wertung etwas anders. Hier führt derzeit Michael Kogler mit seinem Citroen DS3 R3 mit 122 Punkten Brutto, er fuhr heuer beständig und ist nie ausgefallen. Bei ihm würde beim derzeitigen Stand also das schlechteste Resultat von 16 Punkten gestrichen werden, dies ergibt 106 Punkte Netto.

Seine beiden Verfolger Daniel Wollinger (Renault Clio) und Julian Wagner (Opel Adam R2) haben ihr Streichresultat schon bei der Rallye Weiz eingefahren, sie weisen vor dem Waldviertel 118 bzw. 104 Punkte auf. Dies bedeutet, dass Daniel Wollinger die besten Möglichkeiten hat, er muss als einziger der drei Piloten nicht unbedingt gewinnen, um sich zum ersten Mal den Titel zu sichern. Aber auch hier sind mit Vorjahresmeister Simon Wagner Opel Adam R2), Christoph Lieb (Opel Adam R2), Raffael Sulzinger (Ford Fiesta R2), Kristof Klausz (Peugeot 208 R2) ÖM-Punkteanwärter dabei die rechnerisch Einfluss auf die Titelvergabe nehmen können.

Offen ist auch noch die Entscheidung im Opel OPC Cup. Hier führt der Salzburger Rene Rieder mit 87 Punkten vor dem Steirer Manuel Pfeifer 63 Punkte und dem Deutschen Alois Scheidhammer 60 Punkte. Rieder ist natürlich Favorit, wenn er jedoch Pech hat werden die beiden anderen Piloten zuschlagen.
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