29.06.2017, 09:13 Uhr

„Den Wohlstand teilen“

Bischof Manfred Scheuer, Elisabeth Ploier, Johann Rauscher, Ingrid Gumpelmaier-Grandl, Landeshauptmann Thomas Stelzer. Sr. Johanna Brandstetter, Christian Gsöllradl-Samhaber, Karin Bayr (v. l.). (Foto: Foto: Land OÖ/Liedl)

Die Eduard-Ploier-Preise für Entwicklungszusammenarbeit wurden im Landhaus vergeben.

OÖ. Sie wirken kleine Wunder, sie hören genau hin , sie sehen mit dem Herzen und teilen mit den Ärmsten der Armen. So wurden sie in der Laudatio beschrieben, die vier Preisträger des Eduard-Ploier-Preises für Entwicklungszusammenarbeit. Vergangene Woche fand im Linzer Landhaus die Übergabe der Preise statt. „Die Handespolitik muss geändert werden. Schwache Marktteilnehmer kommen schnell unter die Räder“, erklärte Diözesanbischof Manfred Scheuer. Entwicklungszusammenarbeit sei politischer geworden und es müsse auch sein, denn es gebe keine Entwicklung ohne Gerechtigkeit und politisches Engagement. Mit dem Preis ausgezeichnet wurden:
Johann Rauscher mit dem Verein porSudan, der Hilfe zur Selbsthilfe im Südsudan leistet. Wichtigste Zielgruppe sind Frauen. Der Verein hat sich vor Ort der Berufs- und Schulbildung für Frauen verschrieben.
Christian Gsöllradl-Samhaber mit dem Verein Childrenplanet, der sich in Kambotscha den Themenschwerpunkten Bildung, Medizin und Trink- und Nutzwasser widmet.
Ingrid Gumpelmaier-Grandl, die mit einer kleinen Schneiderei, einer Filzmaukatur und einem Silberschmied in Nepas zusammenarbeitet und so zeigt, dass es auch in der Modebranche möglich ist, Mode unter nachhaltigen und fairen Bedingungen zu produzieren.

Für ihr Lebenwerk wurde Schwester Johanna Brandstetter aus Königswiesen ausgezeichnet, die ihr Leben der Krankenpflege in Simbabwe verschrieben hat.
Neben diesen Projekten wurde auch der Eduard-Ploier-Journalistenpreis vergeben, mit dem Karin Bayr, Redaktionsleiterin der BezirksRundschau Rohrbach ausgezeichnet wurde. „Frau Bayr sieht es in unser aller Verantwortung, den Wohlstand mit jenen zu teilen, die weniger haben. Als journalistische Verantwortung versteht sie, den Leserinnen und Lesern näher zu bringen, wie Entwicklungszusammenarbeit fruchtet. Sie möchte Bewusstseinsbildung betreiben, um unsere Lebenswelt ,enkeltauglich‘ zu machen und aufzeigen, wie man durch eigenes Handeln Positives bewirken kann“, ehrte Landeshauptmann Thomas Stelzer die engagierte Journalistin, die bereits mehr als 20 Reportagen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit publizierte.
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