01.09.2016, 14:15 Uhr

Sparkasse OÖ: Mehr Filialen in Oberösterreich

Die gesellschaftlich schädliche Nullzinspolitik nützt nur reformunwilligen Politikern zur weiteren Erhöhung der Staatsschulden, allen anderen schadet sie", so Sparkasse OÖ-Generaldirektor Michael Rockenschaub. (Foto: Sparkasse OÖ)

Halbjahresergebnis 2016 der Sparkasse OÖ: Mehr Filialen, höhere Kernkapitalquote, aber geringeres Betriebsergebnis.

OÖ. Die Sparkasse OÖ konnte das Volumen aller Forderungen und Kredite an Kunden im ersten Halbjahr 2016 auf 8,1 Milliarden Euro steigern. Getragen war dieser Anstieg vor allem durch Investitionen von Privaten. So konnten die Neukredite im Retail konnten um 14% auf 240 Millionen Euro gesteigert werden. Besonders spürbar, so die Sparkasse OÖ, sei der Bedarf an Wohnbaukrediten – hier verzeichnet die Bank ein Plus von elf Prozent. Das Volumen der neu vergebenen Konsumkredite stieg um 26 Prozent, auf 56 Millionen Euro.
Ebenso steigerte die Sparkasse OÖ die Kundengelder im ersten Halbjahr 2016 um 83 Millionen Euro auf 8,1 Milliarden Euro.

Ein Plus verzeichnete die Bank auch bei der Eigenkapitalquote – diese ist von 17,08 auf 18,56% gestiegen. Die harte Kernkapitalquote/CET 1 stieg auf 13,51 Prozent – ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber Ende 2015. "Die regulatorischen Eigenmittel der Sparkasse OÖ haben somit erstmals in der Geschichte der Bank die historische Marke von einer Milliarde Euro überschritten", sagt Generaldirektor Michael Rockenschaub.

Regularien drücken Betriebsergebnis
Es seien vor allem die vom Gesetzgeber geforderten Sicherungseinrichtungen und regulatorischen Anforderungen, die sich auf die Kosten im ersten Halbjahr ausgewirkt hätten, heißt es von Seiten der Sparkasse OÖ. Für gesetzlichen Anforderungen, Sondersteuern und europäische Regularien habe man, so die Bank, zusätzlich elf Millionen Euro bereitstellen müssen. Das Betriebsergebnis verringerte sich dadurch im ersten Halbjahr 2016 auf 50,3 Millionen Euro, nach 58,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2015. Die Bilanzsumme erhöhte sich hingegen leicht auf 12,2 Milliarden Euro.

Mehr Standorte in OÖ
162 Standorte in Oberösterreich und dem angrenzenden westlichen Mostviertel umfasst das Filialnetz der Sparkasse OÖ. Neu dazu kam im ersten Halbjahr 2016 eine Sparkassen-Filiale in Wels-Noitzmühle – eine weitere in Sattledt (Spar Markt) soll heuer noch folgen. „Es ist ganz klar unsere Strategie, mit unseren Filialen nahe am Kunden zu sein“, so Generaldirektor Rockenschaub.

Kritik an EZB-Politik
Hart ins Gericht geht der Sparkassen-Generaldirektor mit der Nullzinspolitik der europäischen Zentralbank. „Die gesellschaftlich schädliche Nullzinspolitik nützt nur reformunwilligen Politikern zur weiteren Erhöhung der Staatsschulden, allen anderen schadet sie", so Rockenschaub. In Hinblick auf die Konjunktur meint der Sparkasse OÖ-Chef: "Eine Entwarnung aus der Stagnation sei weiterhin noch nicht gegeben, aber zumindest ist ein verhaltener Optimismus feststellbar".
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