19.06.2017, 14:40 Uhr

Breitbandausbau: Tirol schöpft Förderung aus

LR Patrizia Zoller-Frischauf will den Breitbandausbau in Tirol weiter vorantreiben. (Foto: ÖVP)

Von den 279 Tiroler Gemeinden realisieren derzeit 150 einen kommunalen Breitbandausbau.

TIROL. Das Land setzt weiter auf den raschen Breitbandausbau. Im Tiroler Modell errichten die Gemeinden bzw. Gemeindeverbände mit finanzieller Unterstützung des Landes und des Bundes die passive Breitbandstruktur. "Seit 2014 stellt das Land jährlich zehn Mio. Euro für die Förderung des Breitbandausbaus zur Verfügung und kürzlich hat die Landesregierung die Verlängerung der Förderaktion bis 2023 beschlossen. Damit beläuft sich die Landesförderung auf 100 Millionen Euro", erklärt die zuständige LR Patrizia Zoller-Frischauf.
Zusätzlich hat das Land Tirol mit der TIWAG einen Vertrag zur Nutzung der Leerrohre geschlossen. Dieses Netz umfasst rund 1.600 Kilometer. "Wir setzen beim Ausbau auf Synergieeffekte, wenn eine Gemeinde eine Straße saniert, Kanal- oder Wasserleitungen erneuert, dann sollen die Rohre für die Breitband-Versorgung gleich mitverlegt werden", ergänzt die Landesrätin. Schon heute haben Gallzein, Gerlos, Mariastein, Serfaus, Fiss und Ried i.O. das gesamte Gemeindegebiet vollflächig ausgebaut und bis Ende der ersten Förderperiode 2018 werden 26 Gemeinden den Ausbau zu 100 Prozent erledigt haben. 107, zumeist größere Gemeinden, sind nicht Zielgruppe des Breitbandförderprogrammes des Landes, da diese bereits durch private Betreiber ausgebaut werden.

Vorreiter Tirol

Die österreichweite Vorreiterrolle beim Ausbau des schnellen Internets spiegle sich in aktuellen Zahlen wieder, macht VP-Technologiesprecher LA Martin Wex deutlich. „Mit 5,5 Millionen Euro schöpft kein anderes Bundesland den Topf, den der Bund für den Breitbandausbau zur Verfügung stellt, so konsequent aus wie Tirol. Land und Gemeinden investieren massiv in diese Zukunftstechnologie und ich bin überzeugt, dass sich dieses Engagement auszahlen wird. Für viele Unternehmen ist schnelles Internet heute der entscheidende Standortfaktor und spielt damit eine Schlüsselrolle, wenn es um die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen geht“, sagt Wex.

Fakten:

Aus dem Breitband Austria 2020 Leerverrohrungsprogramm können Gemeinden, Gemeindeverbände und Gemeindekooperationen eine maximale Bundesförderung von 50% und eine Anschlussförderung des Landes von 25% somit bis zu 75% Förderung erreichen.
Im ersten Leerrohrcall wurden 22 Ansuchen aus Tirol mit einer Investitionssumme von 11,288 Mio. Euro eingereicht.
Fördersumme Bund € 5,664 Mio.; Land Tirol € 2,758 Mio.
Im zweiten Leerrohrcall wurden 42 Projekte aus Tirol mit einer Gesamtinvestitionssumme von 29,613 Mio. Euro eingereicht.
Fördersumme Bund € 14,654 Mio.; Land Tirol € 7,310 Mio.
Damit hat Tirol im zweiten Leerrohrcall 59,9% der beantragten Fördersumme angesprochen. Dann folgt Niederösterreich mit 25,4%.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.