25.08.2017, 13:48 Uhr

Startschuss für ofo in Wien: 200 neue Räder für die Leopoldstadt

bz-Praktikantin Giulia Mozzato saß nach fünf Jahren das erste Mal am Fahrrad. Fazit: Fährt sich gut. (Foto: Foto: Ludwig Schedl)

Nun ist es soweit: Das Bikesharing Unternehmen ofo stellt seine ersten Räder in der Leopoldstadt auf. Damit werden die ersten 200 Stück der gelben Räder ab Sonntag, den 27. August im Stadtbild erscheinen. Die bz hat vorab die Räder auf ihre Fahrtüchtigkeit getestet.

WIEN. Der weltweit größte Fahrradverleih, der ohne fixe Abstellplätze auskommt, ist nun auch in Österreich heimisch. Mit Wien erschließt die chinesische Firma den ersten Markt auf europäischen Boden. "Ofo" ist ein globales Unternehmen, dass sich, zumindest auf den ersten Blick, umweltbewusst und lokal präsentiert. Weltweit operiert die Firma bereits mit 8 Millionen Fahrrädern in mehr als 170 Städten. Nach eigenen Angaben werden die Radl 25 Millionen Mal pro Tag gemietet.

Kompakte, gelbe Citybikes mit winizgen Körbchen vorne drauf, stehen während der Pressekonferenz aufgefädelt beim Heuer am Karlsplatz. Ohne Gangschaltung, aber dafür mit höhenverstellbarem Sattel und Fahrradständer ausgestattet, stehen die Räder zur Ausfahrt bereit. Einziges Hindernis: das eigens konzipierte Smart-Schloss, das zuerst über die App geöffnet werden muss.

Ohne Kreditkarte geht nichts

Die App ist bereits für iOS und Android erhältlich. Die Registrierung erfordert eine E-Mail und eine Telefonnummer – ein vierstelliger Code kommt per SMS. Die verschiedenen Standorte der Räder werde einfach am Smartphone angezeigt. Auf entsperren gedrückt, kann man den QR am Schloss scannen. Wer keine Kreditkarte hat scheitert aber an diesem Schritt, denn trotz aktueller Gratis-Testphase lässt sich dieser Scanvorgang ohne Karte nicht durchführen. Nach erfolgreicher Testphase werden die Citybikes für 50 Cent pro 30 Minuten vermietet.

Auch wenn der als super komfortabel angepriesene Sitz nicht ganz so bequem ist, fährt sich das Fahrrad angenehm leicht und wendig. Trotz fehlender Gangschaltung tritt es sich auf gerader Fahrbahn leicht und die Bremsen reagieren rapide. Normal als unnütz errachtet, lernt man im Wiener Straßenverkehr schnell die wahre Bedeutung der Klingel kennen, die an diesen Rädern leider fehlt.

Richtiges parken beachten

Aber wohin mit dem Rad nach dem Ausflug? Ein Blick auf die App genügt, dort wird die nächsten sogenannte Parkzone angezeigt. Grundsätzlich könnte man die Miete überall beenden – zum Abestellen in den Parkzonen wird jedoch mit diversen Bonusprämien ermutigt.

Stellt man die Fahrräder an unpassenden Orten ab, behindert den Verkehr oder ähnliches, bleibt das nicht ungestraft. Ofo hat ein Punktesystem in die App integriert. Zur Anmeldung bekommt man 100 Punkte auf sein Userkonto. Verstößt man gegen Regeln werden einem Punkte abgezogen. Ab einer bestimmten Anzahl an Abzügen, wird man für die Nutzung der Fahrräder gesperrt. Falsch abgestellte Fahrräder werden von ofo eingesammelt.

Für die Meldung eines unsachgemäß geparkten Rads aber auch bei Fragen oder Problemen, kann die eigens eingerichtete Hotline täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr kontaktiert werden. Tel.: 0800/070487 oder über WhatsApp unter 0678/1258727
Weitere Infos gibt es unter: www.ofo.com
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