"Die Natur hat den längeren Atem!"

Fallbeispiel Ladis: Ein Felssturz wird zur Gefahr für den Mensch.
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  • Fallbeispiel Ladis: Ein Felssturz wird zur Gefahr für den Mensch.
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Wo: Alpinarium Galtür, Hauptstraße 29c, 6563 Galtür auf Karte anzeigen

GALTÜR (das). "So mancher Fachvortrag schaut neidig auf uns!" eröffnete Professor Harald Pöll die Vortragsreihe für SchülerInnen der HTL Imst, angesichts der hochkarätigen Liste an Vortragenden. Die Vortragsreihe, welche unter dem Thema "Naturgefahren in alpinen Gebieten- wie können wir unseren Siedlungsraum schützen? " stand war auf Interesse der SchülerInnen, aber vor allem durch die Organisation von Harald Pöll möglich geworden. Und welcher Vortragungsort könnte sich besser für dieses Thema anbieten als das Alpinarium in Galtür.

Hochkarätige Fachleute
So konnte der Organisator auch Hausherr Toni Mattle, den Direktor der HTL Imst Dr. Stefan Walch und Landesschulinspektor für technisch gewerbliches Schulwesen DI Anton Lendl, neben den hochkarätigen Fachleuten, in Galtür begrüßen.
Zu Beginn referierte Toni Mattle über die geografischen und geschichtlichen Besonderheiten vom Paznauntal insbesondere über die Gemeinde Galtür. Natürlich kam auch die Lawinenkatastrophe von Galtür zur Sprache. "Galtür hat gelernt, Demut vor der Natur zu haben," resümierte Mattle abschließend.

Hausgemachte Probleme
Auf die Frage "Kann unser Siedlungsgebiet geschützt werden?" gab es für Landesgeologe Dr. Gunther Heißel nur eine Antwort: "Ja!" Allerdings haben wir viele hausgemachte Probleme: "Viele Probleme und Schäden sind zum Beispiel auf Planungs- und Behördenfehler zurückzuführen," meinte der Fachmann. Außerdem sollte man die Grenzen von Studien kennen, da sich Karten und Modelle ständig ändern. In seinem Vortrag fanden sich mehrere aktuelle Beispiele für Naturgefahren und Schäden in der Region.
"Trotzdem müssen wir nun nicht aus Tirol abwandern, sondern mit Bedacht und umsichtiger Planung ist ein gutes Leben im Land möglich," so der Geologe abschließend. Allerdings seien eigene gewissenhafte Erhebungen im Gelände unabdingbar! "Denn im Gegensatz zum Flachland rinnt bei uns das Wasser auch wieder ab!"

Verbauungen haben sich bewährt
Gebhard Walter, Chef der Tiroler Wildbach- und Lawinenverbauung erläuterte, dass im Zuge der jüngsten massiven Schneefälle mehrere Erkundungsflüge gemacht wurden. „Die Verbauungen in den Tälern haben ihre Funktion weitgehend erfüllt, ein bis zwei Ergänzungen und nachträgliche Einstellungen werden nötig sein.“ Auch die Kombination von Schutzverbauung und Lawinensprengung haben sich bestens bewährt.
Im Gegensatz zum Landesgeologen erklärte sich Walter als klarer Verfechter von Studien, es komme immer darauf an, wie diese auch verwendet werden.

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