Flirsch: Kläranlage wird um 4 Mio. Euro erweitert

Haben den Erweiterungsbau mit der Sitzung vom 17. November 2016 beschlossen: Karl Schobel (GF EWA St. Anton am Arlberg), Obmann Bgm. Helmut Mall (St. Anton), GF Norbert Pfeifer (EWA St. Anton am Arlberg/AWV Oberes Stanzertal), Harald Mettnitzer (Kassier AWV Oberes Stanzertal), Thomas Ruckwied (Betriebsleiter AWV Oberes Stanzertal), Vbgm. Werner Flunger (St. Anton am Arlberg), Vbgm. Viktor Reich (Strengen), Bgm. und Obmann-Stv. Manfred Matt (Pettneu), Bgm. Roland Wechner (Flirsch) und Josef Walch (Planer).
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  • Haben den Erweiterungsbau mit der Sitzung vom 17. November 2016 beschlossen: Karl Schobel (GF EWA St. Anton am Arlberg), Obmann Bgm. Helmut Mall (St. Anton), GF Norbert Pfeifer (EWA St. Anton am Arlberg/AWV Oberes Stanzertal), Harald Mettnitzer (Kassier AWV Oberes Stanzertal), Thomas Ruckwied (Betriebsleiter AWV Oberes Stanzertal), Vbgm. Werner Flunger (St. Anton am Arlberg), Vbgm. Viktor Reich (Strengen), Bgm. und Obmann-Stv. Manfred Matt (Pettneu), Bgm. Roland Wechner (Flirsch) und Josef Walch (Planer).
  • Foto: EWA St. Anton/Lisi Zangerl
  • hochgeladen von Othmar Kolp

FLIRSCH. Durch permanent ansteigende Belastungen sind die Kapazitätsgrenzen der Kläranlage Flirsch besonders in Hochsaisonzeiten erreicht, zusätzlich erhöhen vermehrt auftretende Regenfälle während der Wintermonate die Belastungen erheblich. Dies soll durch einen 4 Millionen Euro teurer Erweiterungsbau der Kläranlage Flirsch abgefedert werden. Das Projekt umfasst neben Adaptierungen bestehender Einrichtungen auch die Errichtung von zwei zusätzlichen Nachklärbecken, eines Grobrechens und eines Brauchwassertiefenbrunnens – der Startschuss für den Erweiterungsbau soll nun nach Abschluss der Planungsarbeiten bereits im Frühjahr 2017 erfolgen.
Auch strukturell gibt es im Abwasserverband Oberes Stanzertal Änderungen: Mit Norbert Pfeifer, Leiter des Bereichs „Kommunal“ der Energie- und Wirtschaftsbetriebe St. Anton am Arlberg, wurde ein Geschäftsführer des Abwasserverbandes, dem die Gemeinden St. Anton am Arlberg, Pettneu, Flirsch und Strengen angehören, bestellt.
Zu dieser personellen Veränderung informiert Obmann Helmut Mall: „Es geht um eine bessere Koordination des Betriebs. Norbert Pfeifer ist sozusagen ein Bindeglied zwischen den Angestellten und der Politik.“ „Es geht auch um die Entlastung des Obmanns – durch den geplanten Erweiterungsbau steht eine arbeitsintensive Phase bevor“, informiert der Neo-Geschäftsführer Norbert Pfeifer und: „Es geht darum, Synergien zwischen den Energie- und Wirtschaftsbetrieben der Gemeinde St. Anton (Betreiber des größten Abwassernetzes im Stanzertal) und dem Abwasserverband Oberes Stanzertal zu heben.“ Zentrale Aufgaben des neuen Geschäftsführers sind unter anderem der Einkauf, Abrechnungen, Kunden- und Behördenkontakte sowie die Mitarbeiterorganisation.

Ständig steigende Belastungen

Mit der Ausgliederung der kommunalen Tätigkeiten vor über zehn Jahren in St. Anton am Arlberg, übernahmen die Energie- und Wirtschaftsbetriebe der Gemeinde St. Anton (100 % gemeindeeigenes Unternehmen) auch alle „Kanalbetreiberaufgaben.“ Der Abwasserverband Oberes Stanzertal ist wie folgt organisiert: ca. 2/3 Gemeinde St. Anton am Arlberg, ca. 1/3 die Gemeinden Pettneu, Flirsch und Strengen. „Ständig steigende Belastungen führten in der Vergangenheit in der Hochsaison wiederholt zu Überschreitungen der zulässigen Grenzwerte und machen eine Anlagenerweiterung unumgänglich“, informiert GF Norbert Pfeifer und nimmt auch Stellung auf witterungsbedingte Herausforderungen: „Die geänderte Wetterlage (Starkregenfälle während der Hauptsaisonzeiten, Wärmeeinbrüche im Winter) erhöhen die Schmutzwasserfrachten zusätzlich zu den Steigerungen aus den touristischen Belastungen – diese Tendenz ist in den vergangenen Jahren steigend“ und: „Ablaufgrenzwerte sollen nach dem geplanten Erweiterungsbau nicht mehr überschritten werden.“

Erweiterungen & Adaptierungen

Im Konkreten sieht das Projekt den Bau eines neuen Grobrechens im Bereich der Anlage (Flirsch) vor. Auch wird ein neuer Brauchwassertiefenbrunnen für die Versorgung der Kläranlage mit Brauchwasser, gebaut werden. Am östlichen Betriebsgelände werden des Weiteren zwei Nachklärbecken neu errichtet, ein vorhandenes Nachklärbecker wird anschließend umgebaut und als Belebungsbecken betrieben werden. Im Bereich der Verfahrenstechnik stehen weiters auch umfangreiche Adaptierungsarbeiten an. „Mit diesem Bau steigt das Volumen im Belebungs- und Nachklärbecken – die beiden Nachklärbecken bieten ein zusätzliches Volumen von insgesamt ca. 1.600 Kubikmeter, das adaptierte Belebungsbecken fasst ca. 1.300 Kubikmeter“, informiert Pfeifer über bauliche Details des 4 Millionen Euro teuren Projektes. Auch die Personalkapazität wird an die gestiegenen Erfordernisse angepasst werden.

Regenüberlaufbecken gegen schwallartige Belastungen

Neu errichtet werden auch mehrere Regenüberlaufbecken im Stanzertal (Ausnahme Strengen). Mit Ausnahme eines Regenüberlaufbeckens in St. Anton am Arlberg entfallen alle weiteren Becken in den jeweiligen Kompetenzbereich der betroffenen Gemeinden. Errichtet bzw. adaptiert werden diese sowohl in St. Anton, Flirsch und Pettneu – Strengen bildet eine Ausnahme: „In Strengen gibt es ein Trennsystem – Fäkalien und Regenwasser werden hierbei getrennt, somit ist kein Regenüberlaufbecken notwendig“, informiert Pfeifer über diese sogenannten Misch- und Trennsysteme und: „Mit der Errichtung der zusätzlichen Regenüberlaufbecken wird bei starken Regenfällen und damit verbundenen schwallartigen Belastungen im Bereich der Kläranlage Flirsch entgegengewirkt. Die rückgehaltenen Oberflächenwässer können dann gezielt in den Sammelkanal eingeleitet werden.“

Geplanter Baubeginn: Mai 2017

„Die Planung ist so gut wie abschlossen – der Baubeschluss wurde mit der letzten Verbandssitzung am 17. November 2016 gefasst“, informiert Norbert Pfeifer über das durch Ing. Josef Walch ausgearbeitete Projekt, Verfahrenstechniker ist DI Stefan Winkler. Angesprochen auf die weiteren Schritte informiert der Geschäftsführer: „Das Projekt sollte noch im Jänner eingereicht werden, abhängig von der Behörde kalkulieren wir mit einem geplanten Baubeginn im Mai 2017.“ Die bautechnische Fertigstellung ist bereits für Herbst 2017 angesetzt, komplett abgeschlossen sollten die Bauarbeiten im Frühjahr 2018 sein.

Haben den Erweiterungsbau mit der Sitzung vom 17. November 2016 beschlossen: Karl Schobel (GF EWA St. Anton am Arlberg), Obmann Bgm. Helmut Mall (St. Anton), GF Norbert Pfeifer (EWA St. Anton am Arlberg/AWV Oberes Stanzertal), Harald Mettnitzer (Kassier AWV Oberes Stanzertal), Thomas Ruckwied (Betriebsleiter AWV Oberes Stanzertal), Vbgm. Werner Flunger (St. Anton am Arlberg), Vbgm. Viktor Reich (Strengen), Bgm. und Obmann-Stv. Manfred Matt (Pettneu), Bgm. Roland Wechner (Flirsch) und Josef Walch (Planer).
GF Norbert Pfeifer: „Es geht darum, Synergien zwischen den Energie- und Wirtschaftsbetrieben der Gemeinde St. Anton am Arlberg und dem Abwasserverband Oberes Stanzertal zu heben.“
Autor:

Othmar Kolp aus Landeck

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