Muren im Stanzertal
Linienbus von Schlammlawine erfasst – Busfahrer verletzt
- Einsatzkräfte der Feuerwehren, der Rettung und der Polizei standen nach den Murenabgängen im Stanzertal im Großeinsatz. Ein von Schlamm erfasster Linienbus musste evakuiert werden.
- Foto: pexels / Alexas Fotos
- hochgeladen von René Rebeiz
Heftige Regenfälle haben am Montagabend im Stanzertal mehrere Murenabgänge ausgelöst. Geröll und Schlamm verschütteten Straßen und erfassten zwischen Schnann und Flirsch einen Linienbus. Die Fahrgäste konnten unverletzt gerettet werden, der Busfahrer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.
STANZERTAL. Gegen 20.20 Uhr gingen nach intensiven Niederschlägen mehrere Muren im Stanzertal ab. Betroffen waren unter anderem die B171 und die L68, die durch Geröll und Schlamm verlegt wurden. Besonders dramatisch war die Situation auf der Gemeindestraße zwischen Schnann und Flirsch: Dort wurde ein taleinwärts fahrender Linienbus von den Wassermassen der „Hohen Riefe“ erfasst.
Das Wasser und der Schlamm erreichten auf der Straße eine Höhe von rund 80 Zentimetern und drangen in den Bus ein. Der 49-jährige Busfahrer sowie drei Fahrgäste – ein 31-jähriger Mann aus dem Iran, eine 39-jährige Frau und eine 14-Jährige – mussten von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Fahrzeug gerettet werden.
Während die drei Fahrgäste unverletzt blieben, erlitt der Busfahrer Verletzungen unbestimmten Grades. Er wurde nach der Erstversorgung mit der Rettung in das Krankenhaus Zams gebracht.
Straßen gesperrt und Großeinsatz der Einsatzkräfte
Die betroffene Gemeindestraße sowie die L68 blieben über Nacht gesperrt. Die umliegenden Wohnhäuser waren ab etwa 21.30 Uhr über Umleitungen und die S16 weiterhin erreichbar. Die B171 konnte bis 22.20 Uhr geräumt und wieder für den Verkehr freigegeben werden. Am Dienstag soll nach einer neuerlichen Lagebeurteilung schweres Räumgerät eingesetzt werden.
Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren aus Pettneu am Arlberg, Schnann, Flirsch und Strengen sowie drei Rettungswagen, ein Notarzt und drei Polizeistreifen.
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