600.000 Euro für Kraftwerk

Geplante Wasserfassung in Flirsch: Derzeit liegt das Projekt bei den Behörden zur Genehmigung.
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  • hochgeladen von Othmar Kolp

ZAMS (otko). Der Zammer Maiswald an der Rosanna in Strengen hat sich unerwartet als Glücksfall erwiesen. Durch die drei Grundparzellen der Gemeinde Zams sollen in 500 Metern Tiefe die unterirdischen Treibwasser des Kraftwerks Stanzertal führen. Davon betroffen ist rund ein Kilometer Zammer Gemeindegrund - die BEZIRKSBLÄTTER berichteten.
Neben einer jährlichen Entschädigung von unter 1.000 Euro wurde der Gemeinde Zams aber auch die Möglichkeit einer Beteiligung an der Wasserkraftwerk Stanzertal GmbH angeboten. Das Wasserkraftwerk soll jährlich rund 52 Gigawattstunden Strom liefern. Im Frühjahr 2015 ist der Vollbetrieb geplant. Die Baukosten belaufen sich auf 52 Millionen Euro.
Allerdings herrscht großes Stillschweigen über diese angestrebte Beteiligung. Im Gemeinderat wurde das Thema unter vertraulich, das heißt unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt.
Zugeknöpft gibt sich auch Bgm. Siggi Geiger: "Es geht für Zams um eine Beteiligung von fünf Prozent. Von unserer Seite ist es fix." Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde jedenfalls unter Punkt vier die Aufnahme eines 600.000 Euro Kredits zur Finanzierung des Ankaufs der Gesellschaftsanteile am Wasserkraftwerk Stanzertal beschlossen. Das Darlehen wurde einstimmig an die Sparkasse vergeben.
"Wir haben eine Vereinbarung unterschrieben, das wir nichts sagen", kommentiert Geiger. Die Vertreter der Kraftwerks-GmbH hätten aber laut Geiger kommuniziert, dass wir willkommen sind.

Wer gibt Anteile ab?

Offen bleibt aber die Frage, woher die Anteile für Zams kommen sollen. "Dies ist Sache der Gesellschafter", betont Geiger.
Derzeit sind die Gemeinden St. Anton, Pettneu, Flirsch und Strengen an der "Stanzertal Kraftwerk GmbH" mit 25 beteiligt, wobei sie die Option auf weitere zehn Prozent der Projektentwicklungsgesellschaft INFRA haben. Diese werden aber erst nach Fertigstellung veräußert. Die Stadtwerke Imst und EWA St. Anton halten 16 bzw. 15 Prozent. Bei der letzten Generalversammlung gingen die restlichen 34 Prozent an das Außerferner Energieunternehmen EWR.
"Derzeit sind alle Anteile vergeben", verweist der Flirscher Bgm. Roland Wechner. "Theoretisch müsste jemand etwas abgeben. Die Geschäftsführung hat den Auftrag über den Grund zu verhandeln, der Rest obliegt der Generalversammlung", verweist der St. Antoner Bgm. Helmut Mall.

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