UNNÖTIGE PANIKMACHE IN BEZUG AUF ALTERNATIVE ENERGIEQUELLEN

Windkraftanlage zwischen Loosdorf und Haindorf (NÖ). Je nach Typ benötigt eine Windrad zwischen ca. 3 - 4 Sekunden für eine volle Umdrehung. Das erfordert entsprechend lange Belichtungszeiten um eine komplette Drehung ins Bild zu bekommen. © Ing. Günter Kramarcsik
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  • Windkraftanlage zwischen Loosdorf und Haindorf (NÖ). Je nach Typ benötigt eine Windrad zwischen ca. 3 - 4 Sekunden für eine volle Umdrehung. Das erfordert entsprechend lange Belichtungszeiten um eine komplette Drehung ins Bild zu bekommen. © Ing. Günter Kramarcsik
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Es scheint wohl Usus zu werden, dass die konventionellen Kraftwerksbetreiber (AKW, Kohle- und Wasserkraftwerke) bei jeder Gelegenheit, egal ob bei partieller Sonnenfinsternis oder bei Sturmtiefs ein Blackout prophezeien?

Von allen Vorhersagen traf aber nichts dergleichen ein! Im Gegenteil es gab sogar bei partieller Sonnenfinsternis noch mehr Strom im Angebot als benötigt wurde, so dass sogar der Stromhandelspreis an der Leipziger Strombörse gesunken war. Siehe Grafik Bild Nr. 8.

Auch das Sturmtief Niklas stellte zwar große Herausforderungen an die Netzbetreiber, aber auch hier blieb das Blackout aus. Der Orkan Niklas ließ die Windgeneratoren auf Hochtouren laufen, so dass während dieser Zeit mehr Leistung zur Verfügung stand als über 30 Atomkraftwerke an Leistung anbieten hätten können!

An der Börse drehte der Strompreis zeitweise in den negativen Bereich. Das ist ein Beweis dafür, dass mehr Strom angeboten werden konnte als gebraucht wurde. Wenn auch die Anforderungen an die Netzbetreiber viel größer waren als bei der partiellen Sonnenfinsternis, so ist die Ursache dafür jedoch nicht bei den Alternativenergien zu suchen, sondern vielmehr im Stromnetz selbst. Es gibt noch zu viele Lücken im Netz welche geschlossen werden müssten, um künftig derartigen Problemen ausweichen zu können. Noch immer kann man nicht den zu viel produzierten Strom dorthin leiten wo er auch gebraucht wird (z.B. vom Norden in den Süden Deutschlands). So eine Lücke gibt es auch noch in Österreich (im Bundesland Salzburg), so dass kein Strom vom Osten nach Westen bzw. zurück geleitet werden kann!

Aber warum denkt man nur über das Stromnetz an sich nach und beklagt diese Lücken? Wäre es nicht sinnvoller, wenn man zum Beispiel an solchen Tagen Wasserstoff erzeugen würde? Die Erzeugung benötigt zwar viel Strom, aber wenn er ohnehin sehr billig zu bekommen ist, weil ein Überschuss vorhanden ist, so könnte man auch vor Ort speicherfähige Energie erzeugen. Unter dem Schlagwort „power to gas“ ist diese Möglichkeit schon bekannt. Die nicht konsequente Weiterverfolgung dieser Möglichkeit liegt allerdings nicht daran, dass diese Technik zu teuer wäre, sondern scheitert nur am Mangel des politischen Willens.

Ja warum eigentlich, wenn die Kilowattstunde nur mehr 2 Cent oder etwas mehr bzw. weniger kostet? Ganz einfach, weil dieser Strom für den Bezieher (Erzeuger von Speicherenergie) noch mit weiteren Abgaben (Steuern) belastet wird! Dabei wäre es doch so einfach, diese Form von Energiespeicherung rentabel zu machen! Bevor man alternative Energieerzeuger (Wind und Sonne) abregelt oder abschaltet (z.B. auch Wasserkraft)!

Also bisher fehlt es schlicht an einem Gesetz, das es Anlagenbetreibern erlaubt, den überschüssigen Strom abgabenfrei zu beziehen. Immerhin würden die Abgaben später ja doch noch fließen, wenn man auf diese Reserven zurückgreifen muss! Wenn die EU schon auch in Vieles mit ihrem teilweise übertriebenen Regelungswahn eingreift, dann stellt sich die Frage warum sie hier nicht schon längst eingegriffen hat? Eine abgabenfreie Verwendung von Überschussstrom würde auch die Speicherung desselben rentabel machen, wenn für alle Mitgliedsstaaten die gleichen Regeln Gültigkeit hätten!

Das wäre der letzte Beweis dafür, dass es die Politik mit der Energiewende ernst meint und nicht diversen Lobbyisten hörig ist!

Aber natürlich gilt dies auch für die Wasserkraft, welche sich wie in Österreich diese Versorgungsunternehmen meist im öffentlichen Besitz befinden! Diese EVUs müssten nur angehalten werden, sich auch verstärkt in neuen Technologien zu engagieren! Sie würden damit auch neue und hochwertige Arbeitsplätze schaffen! Die Einnahmen für deren Budgets in Form von Dividenden müssten sich dadurch nicht reduzieren, solange man die Endverbraucherpreise nicht auch reduziert! Von den niederen Stromhandelspreisen hat der Endverbraucher bisher nichts gespürt, denn diese Verbilligungen werden leider noch immer durch höhere Abgaben (Steuern) kompensiert!

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