10.08.2018, 14:49 Uhr

Serfaus: Radeln für den guten Zweck

"Radeln und dabei Gutes tun" ist der Antrieb von Wolfgang Timischl. (Foto: Wolfgang Timischl)
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Für den guten Zweck fährt der Sportler Wolfgang Timischl mit seinem Handbike quer durch Österreich

SERFAUS. Ein kurzer Augenblick, ein Wimpernschlag, eine Sekunde Unachtsamkeit … aber es ist genau diese eine Sekunde die man zur falschen Zeit am falschen Ort verbringt und es ist genau diese eine Sekunde die auf einen Schlag dein gesamtes Leben verändert - einen vollkommen aus der Bahn wirft, alle bisherigen Zukunftspläne auf einen Schlag in Luft auflöst.

Dem Schicksal zum Trotz

Vor 10 Jahren schlug dieses Schicksal bei Wolfgang Timischl zu. Nach einem Schiunfall bekam er die Diagnose Querschnittlähmung. Dieses Ereignis veränderte sein bisheriges Leben völlig. Doch Aufgeben war für Wolfgang nie ein Thema, er kämpfte sich erfolgreich zurück in ein selbständiges Leben. Dabei geholfen hat ihm seine absolute Leidenschaft – der Sport, insbesondere sein Handbike.
Aus dieser Leidenschaft wuchs bei Wolfgang Timischl die Idee heran, auch anderen Betroffenen zu helfen, die mit demselben Schicksal hadern. Er initiierte die Organisation „Sport’s Life“ und macht es sich zur Kernaufgabe durch Spendenaktionen, Gelder zu sammeln, um Menschen mit einer Behinderung in schwierigen Situationen, finanziell unter die Arme greifen zu können. Der Startschuss für die „Sport’s Life Handbike-Charity –Tour“ war gefallen. In den vergangen Jahren führten diese anspruchsvollen Biketouren den ehrgeizigen Behindertensportler bereits nach Süditalien und Sizilien. Um Spendengelder zu sammeln verkaufte er dabei jeweils 1 Kilometer um 10 Euro.

Tour führt quer durch Österreich

In Kürze macht sich Wolfgang nun zum vierten Mal auf den Weg. Dieses Jahr plant er zusammen mit seinem Team, eine einwöchige Österreichrundfahrt.
Gestartet wird am 22. August 2018 in Landeck in Tirol. Anschließend führt die Tour Wolfgang und seine Begleitpersonen quer durch Tirol und Salzburg nach Linz. Von dort geht es über die Donauradstrecke weiter bis Wien zum Neusiedlersee und nach Graz. Zurück kämpft er sich über die anspruchsvolle Strecke des Großglockners. Die Zieleinfahrt nach 1.350 gefahrenen Kilometern wird schlussendlich in Innsbruck sein. „Zusammen mit Firmen und Privatpersonen, die fleißig spenden, hoffen wir auch heuer auf eine große Spendensumme“, so Timischl. „Jede Spende geht zur Gänze an die Betroffenen und direkt in weitere Projekte von „Sport’s Life“. Das gesamte Team arbeitet ehrenamtlich und steht mit voller Überzeugung hinter „Sport’s Life“.“

Hilfe für junge Menschen

Beim diesjährigen Spendenempfänger handelt es sich um einen 21 jährigen Mann, der Ende 2017 ebenfalls einen Skiunfall mit der Diagnose Querschnittlähmung hatte in der Höhe C4, das bedeutet, dass nicht nur die Beine betroffen sind, sondern auch Hände und Arme in ihren Funktionen eingeschränkt sind. Derzeit befindet er sich noch in der Rehabilitation wo er jeden Tag an seiner Selbständigkeit arbeitet. Aus verständlichen Gründen möchte er anonym bleiben. Neben seinen Therapien ist es auch eine Herausforderung das Leben eines „jungen Erwachsenen“ wiederzuerlangen, Freunde zu treffen, einen Beruf auszuüben, usw. „Sport’s Life“ möchte ihn finanziell unterstützen um seinen Weg in sein verändertes Leben zu erleichtern.

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