14.10.2014, 14:00 Uhr

Für den Gast der Zukunft gewinnt das Rad an Bedeutung

BÖTM-Präsident und TVB-Geschäftsführer Josef Schirgi mit den ÖW-Länderexperten Carmen Breuss von der Schweiz und Oskar Hinteregger, der ÖW Regions Manager Deutschland. (Foto: BÖTM/Grießenböck)

Busticket statt Autoschlüssel: Die Veränderung des Alltags bestimmt auch den Urlaub. Mit dem neuen Bikepark zeigt der TVB Serfaus-Fiss-Ladis wohin die Reise geht.

SERFAUS/GEINBERG. Beim dreitägigen BÖTM (Bund Österreichischer Tourismusmanager)Top Seminar diskutierten 70 Tourismusmanager aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Italien mit Experten aus der Branche darüber, welche Konsequenzen der gesellschaftliche Wandel für die Tourismuswirtschaft nach sich zieht. Ein klarer Trend zeichnet sich in der Veränderung der Mobilität der Gäste ab. Neueste Studien der Österreich Werbung belegen: Das Auto verliert an Bedeutung. „In Zürich und Basel haben 50 Prozent der Haushalte kein eigenes Auto mehr“, bestätigte Carmen Breuss, die ÖW-Markt Managerin der Schweiz. Es zeichne sich eine Renaissance des Busverkehrs ab. Wer kein eigenes Auto hat, der leiht sich kurzfristig eines aus. „Bereits jeder zehnte Züricher nützt das Car-Sharing“, so Breuss. Und auch das Radfahren boomt. Eine Entwicklung die sich Europaweit immer mehr durchsetzt.
Der Zuzug in die Städte werde auch Auswirkungen auf den Tiroler Tourismus haben. „Die Herausforderung für die heimischen Tourismusregionen wird sein, wie sie den Transport vom Bahnhof bis zum Urlaubsort noch besser organisieren können“, so Breuss. Eine positive Entwicklung für den Tourismus sieht die Expertin aber darin, dass das Rad in den Städten an Bedeutung gewinnt. „125.000 Mountainbikes wurden im letzten Jahr in der Schweiz verkauft“, so Breuss. Ein Potential das die Tourismusverbände in Zukunft noch mehr nutzen können.
Für den ÖW-Länderexperten Oskar Hinteregger steht fest: „Nur jene touristischen Destinationen werden weiterhin Erfolg haben, die Trends rasch in touristische Angebote umsetzten können“. Man müsse die Impulse der Autoindustrie aufnehmen und differenzierte Angebote schaffen. „Die klassische Familie gibt es nicht mehr, heute muss man die Familienangebote in detaillierte Kategorien unterteilen“, so Hinteregger. Ein Beispiel dafür sei der neue Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis der im Juni eröffnet wurde. Gerade für Familien mit Teenagern stellt der Park ein perfektes Freizeitprogramm dar. Den Erfolg kann auch Josef Schirgi, der TVB-Geschäftsführer von Serfaus-Fiss-Ladis, bestätigen.
„Gegen unsere Erwartungen, haben wir gleich im ersten Sommer schwarze Zahlen geschrieben“, so Schirgi. Der neue Bikepark sei in Tirol einzigartig. Denn das Angebot ist gezielt auf Familien mit jungen und junggebliebenen Zweirad-Fans ausgerichtet. Keine Krabbelstube, keine Profisportler. Im Schnitt nützen 120 Biker den Park. An Spitzentagen kurven laut Schirgi bis zu 600 Bike-Fans durch das Arial. Ein weiterer Pluspunkt für Neueinsteiger: „Die Gäste können Theoretisch in der Unterhose zu uns kommen. Sie erhalten von der Schutzausrüstung bis zum Bike samt Guide alles, um ihre ersten Versuche im Park zu wagen“, berichtet Schirgi.
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