Keine unmittelbare Hilfe
Hohe Spritpreise lassen auch Unternehmen stöhnen
- Dass Elektro-Trucks die Zukunft sein könnten, hält Unternehmer Traussnig für möglich.
- Foto: Rene Knabl
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Der Iran-Krieg lässt die Spritpreise in Österreich weiter steigen. Seit Kriegs-Ausbruch sind die Preise um rund 50 Cent höher. In der Woche vor Beginn des Iran-Kriegs kostete Diesel durchschnittlich 1,57 Euro und Benzin 1,52 Euro pro Liter. Danach kostete Diesel an den meisten Tankstellen erstmals mehr als zwei Euro. Wir haben nachgefragt, wie Transportunternehmen damit umgehen.
WOLFSBERG. Durch den Iran-Krieg steigen die Spritpreise in Österreich weiter an, die Tankstellen korrigieren ihre Preise für Benzin und Diesel nach oben – und die Kunden stöhnen. Denn die erhöhten Preise spüren Private und Unternehmen gleichermaßen. Wie Philipp Traussnig, Geschäftsführer der "TRAUSSNIG Spedition Gmbh" in Wolfsberg betont: "Mit den steigenden Spritpreisen geht es uns prinzipiell gleich wie allen anderen auch: Wir sehen uns mit erhöhten Kosten konfrontiert – nur im größeren Stil, weil wir mehr Liter einkaufen."
- Philipp Traussnig beschäftigt 80 Mitarbeiter.
- Foto: Ramona Steiner
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Die Mehr-Kosten müsse man an die Kunden weitergeben, dafür sorgt der sogenannte Dieselfloater. "Bei sinkendem Dieselpreis sinkt der Transport-Preis, bei steigendem Diesel-Preis steigt auch unser Preis." Das habe man seit der Energiekrise 2022 gelernt. Für Traussnig ist aber vielmehr die generelle Preisthematik ein Problem: "Alles wird teurer und alle stöhnen unter den steigenden Preisen, das ist das Schwerwiegendere."
Mehr als 100 Lkw pro Tag
80 Mitarbeiter beschäftigt Traussnig in seinem Unternehmen, pro Tag werden mehr als 100 Lkw disponiert. Die Lastwägen sind in ganz Europa unterwegs und transportieren von Konsumgütern bis zu Stahl und Pharmazeutika alles, was gebraucht wird.
Spritpreis-Bremse hilft nicht unmittelbar
Die beschlossene Spritpreis-Bremse der Regierung hilft Traussnig nicht unmittelbar, denn "die Rezession in der Wirtschaft geht davon ja nicht weg."
Ist die Zukunft elektrisch?
Dass Elektro-Trucks die Lösung der Zukunft sein könnten, hält der Unternehmer für möglich, allerdings gibt es für ihn noch einige Fragezeichen: "Sie sind in der Anschaffung wesentlich teurer als Verbrennungs-Lkw. Außerdem ist die fehlende Infrastruktur ein Thema, ich muss einen E-Truck entlang der Strecke laden können. Im Großen und Ganzen ist es auch nur eine Teillösung."
Autofreier Tag als Lösung
Einem autofreien Tag kann Traussnig privat schon etwas abgewinnen: "Wenn die Dinge umsetzbar sind und einen Sinn haben, kann man darüber diskutieren. Es ist aber illusorisch zu glauben, dass unsere Wirtschaft ohne Fortbewegungsmittel funktioniert. Wenn es morgen keine Milch im Supermarkt gibt, weil der Lkw am autofreien Tag keine liefern konnte, dann würden das die Konsumenten wohl nicht verstehen."
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