Corona in Wien
Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger zur Lage im 2. Bezirk

Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger Grüne ist stolz auf ihre Leopoldstadt und dankt allen, die jetzt für uns alle im Dauereinsatz sind.
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  • hochgeladen von Kathrin Klemm

Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger (Grüne) über die Lage in der Leopoldstadt und ihre Botschaft an die Bürger.

Wie sieht aktuell Ihr Tagesablauf aus? 
USCHI LICHTENEGGER:
Ich gehe nach wie vor mit meiner Hündin Honey zur Arbeit. Unser Team im Büro hat sich von zehn auf drei Personen verkleinert, wir arbeiten mit den anderen nun über Homeoffice. Nach einer Woche sind wir schon gut eingespielt, der Krisenmodus funktioniert. Aber ich vermisse mein großartiges Team und die Zusammenarbeit im Büro, wie auch meine Familie und besonders meine Enkelkinder. Der Griff zum Handy ist in diesen Tagen ein häufiger!

Was ist für Sie als Bezirksvorsteherin aktuell die größte Herausforderung?
Mit der Absage aller Veranstaltungen und Außentermine hat sich auf einen Schlag alles auf den Schreibtisch verlagert. Zuerst ging es vor allem um die Krisenkoordination, auf die für uns alle neue Situation zu reagieren. Ich versuche bestmöglich zu unterstützen und Informationen weiterzugeben. Nach wie vor melden sich BürgerInnen mit ihren Anliegen, die selbstverständlich, soweit wie möglich, auch bearbeitet und erledigt werden.

Wie beurteilen sie die derzeitige Situation in der Leopoldstadt?

Gerade in diesen Zeiten erkennt man deutlich, ob eine Gesellschaft für plötzlich anstehende Herausforderungen auch wirklich gewappnet ist. Das Engagement, die Hilfsbereitschaft und die gegenseitige Rücksichtnahme, die ich in den vergangenen Wochen in der Leopoldstadt erlebt habe, machen mich stolz auf meinen wunderbaren Bezirk mit den wunderbaren Menschen. Ich danke allen, die jetzt für uns alle im Dauereinsatz sind. Speziell möchte ich allen Mitarbeitern vom Krankenhaus in der Leopoldstadt, den Barmherzigen Brüdern, für ihren Einsatz, nun auch für die Covid19-Erkrankten, danken.

Wie werden die Maßnahmen der Regierung von den Leopoldstädtern aufgenommen?
Die leeren Straßen zeigen eindeutig, dass sie die Maßnahmen sehr ernst nehmen und zu Hause bleiben. Das Verständnis ist überall groß. Es gibt jede Menge engagierte Vorschläge, die Krisensituation im Bezirk zu verbessern oder Nachbarschaftshilfe zu leisten. Viele nehmen ihr Wohnumfeld und den Blick aus dem Fenster viel intensiver wahr und schicken uns ihre Ideen zur Begrünung und für klimafreundliche Maßnahmen.

Herrscht im Bezirk aktuell Stillstand oder gibt es Projekte/Baustellen, die weiterlaufen?
Bauprojekte, die für die Infrastruktur essentiell sind, laufen soweit es möglich ist, weiter. Aufgrund der geltenden Schutzbestimmungen gestaltet sich das aber leider schwierig. Zudem sind viele der Arbeiter in ihre Heimatländer zurückgekehrt.

Was bedeutet das Coronavirus für laufende Projekte im Bezirk?
Der plötzliche Stillstand des öffentlichen Lebens trifft die Unternehmen, die Kulturinstitutionen hart. Es ist deshalb richtig und notwendig, dass die Regierung umfangreiche Unterstützung zugesagt hat.
Das Jugendparlament und das gerade neu angelaufene SeniorInnenparlament pausieren. Unser geplantes Klimaschutz-Frühlingsfest gemeinsam mit dem Klimabündnis wird auf unbestimmte Zeit nach der Krise verschoben. Bezüglich des neuen Else-Feldmann-Parks in der Trunnerstraße wurden bereits die ersten Schritte zur Umsetzung unternommen. Hier freut mich vor allem, dass erstmals in Wien eine Fläche entsiegelt wird und somit mehr Grün in der Stadt entsteht.

Die Leopoldstadt rückt zusammen, man hilft sich gegenseitig. Welche Projekte/Initiativen sind Ihnen besonders positiv aufgefallen?
Das sind Einkaufshilfen von Pfarren oder der Nachbarschaft für ältere Menschen. Ärzte haben sich für den Einsatz in mobilen Testteams gemeldet sowie Zivildiener oder Freiwillige, die mit anpacken, wo ihre Hilfe gebraucht wird. Es ist ein Lieferservice für unsere Märkte entstanden. Die Jugendzentren, viele Sport- und Kulturorganisationen bieten Online-Angebote.

Wo mangelt es im Bezirk aktuell noch? Wie können sich Leopoldstädter engagieren?
Ich rufe alle Leopoldstädter auf mit ihren Einkäufen möglichst den lokalen Handel zu unterstützen und nicht auf die Online-Riesen auszuweichen. Viele Geschäfte bieten bereits Online-Lösungen an. Das Geschäft unserer drei Lebensmittelmärkte ist stark eingebrochen, obwohl sie hervorragende Lebensmittel anbieten können. In Windeseile haben die Märkte nun ein Lieferservice aufgezogen.

Gibt es schon Pläne nach der Krise?
Die Rückkehr zur Normalität wird sicher eine große Herausforderung. Jetzt heißt es, alles dafür zu tun, dass alle Menschen und Unternehmen, die existentiell bedroht sind, Unterstützung erhalten, damit die Leopoldstadt wieder aufleben kann, so wie wir sie kennen. Ich denke, wir werden, wenn diese Krise überstanden ist, unsere Nachbarschaft und den Zusammenhalt in der Gesellschaft ganz neu schätzen lernen.

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