Martyrium in Wien
Frau jahrelang bedroht, genötigt und sexuell missbraucht
- Eine 25-Jährige ging am Donnerstag zur Polizei und zeigte ihren Ex-Partner an, der sie über Jahre bedroht, genötigt und auch sexuell missbraucht haben soll. (Symbolbild)
- Foto: sdecoret/panthermedia
- hochgeladen von Silvia Gschwandtner
Eine 25-jährige Frau nahm allen Mut zusammen und zeigte am Donnerstag ihren Ex-Freund an. Er soll sie über Jahre hinweg mehrfach bedroht, genötigt und auch sexuell missbraucht haben. Am Tag der Anzeige soll er sie auch noch mit einem Messer und einem Hammer mit dem Tod bedroht haben. Die Polizei nahm den Verdächtigen fest.
WIEN/LEOPOLDSTADT. Über Jahre hinweg musste eine 25-Jährige wohl ein echtes Martyrium durchleben. Am Donnerstag, 6. August, ging sie dann zur Polizei und erstattete Anzeige gegen ihren Ex-Freund.
Der 29-Jährige soll sie über Jahre hinweg der Gewalt ausgesetzt haben. Immer wieder wurde die Beziehung beendet und ein neuer Versuch gestartet, erklärt die Polizei. Im Zuge diverser Meinungsverschiedenheiten soll er seine Partnerin mehrfach bedroht, genötigt und auch sexuell missbraucht haben.
Mit Hammer und Messer bedroht
Am Tag der Anzeigenerstattung gab es den jüngsten Gewaltausbruch: Der 29-Jährige soll die vier Jahre jüngere Frau mit einem Messer und einem Hammer mit dem Umbringen bedroht haben.
- Die Polizei reagierte auf die Anzeige und nahm den Mann fest. (Symbolfoto)
- Foto: BMI/Egon Weissheimer
- hochgeladen von Antonio Šećerović
Der Tatverdächtige wurde schließlich von Polizisten des Stadtpolizeikommandos Brigittenau in Gerasdorf bei Wien ausgeforscht und mit Unterstützung der örtlich zuständigen Polizeikräfte festgenommen. Gegen ihn wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Die Einvernahme steht noch aus, der 29-Jährige befindet sich jetzt einmal in Haft.
Hilfe für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen
24-Stunden-Frauennotruf: 01/71719
24-Stunden-Frauennotruf der Wiener Frauenhäuser: 05 77 22
Frauenhelpline: 0800/222 555
Droht akute Gewalt, Polizeinotruf unter 133 oder 112 verständigen. Gehörlose und Hörbehinderte können per SMS an 0800/133 133 Hilfe rufen.
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