Leopoldstadt
Tempo 30 für die Praterstraße noch nicht fix

Vorerst keine finale Entscheidung getroffen: Ob und wann die Praterstraße zur 30er-Zone wird ist noch unklar.
  • Vorerst keine finale Entscheidung getroffen: Ob und wann die Praterstraße zur 30er-Zone wird ist noch unklar.
  • Foto: Barbara Schuster
  • hochgeladen von Kathrin Klemm

Das geplante Tempo 30 für die Praterstraße sorgt seit Wochen für Aufregung. Heute fand eine Verhandlung mit der MA 46 (Verkehrsorganisation) statt. Ob und wann die Praterstraße zur 30er Zone wird bleibt unklar.

LEOPOLDSTADT. Geht es nach Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger (Grüne) soll die Praterstraße so bald wie möglich zur Tempo-30-Zone werden.  Trotz einer 2017 durchgeführten Bürgerbeteiligung, sorgen diese Pläne sowohl bei den Anrainern als auch bei den anderen Bezirksparteien für Aufregung.

Heute, 13. Februar 2020, fand eine Verhandlung der zuständigen MA 46 (Verkehrsorganisation) statt. Dabei sollte geklärt werden, wann und ob die Praterstraße ein neues Tempolimit erhält. Allerdings wurde heute noch keine finale Entscheidung gefällt, heißt es aus dem Büro der Bezirksvorstehung Leopoldstadt.

Noch ungeklärte Fragen

Damit die MA 56 ihre Zustimmung für eine 30er-Zone geben kann, müssen noch offene Fragen geklärt werden. Aus stehen etwa eine Untersuchung der Lärmbelastung von der MA 22 (Umweltschutz) sowie Geschwindigkeitsmessungen mit mobilen Radargeräten. Zudem sollen Verkehrszählungen durchgeführt werden, wobei sämtliche Verkehrsteilnehmer – Autos, Lastwagen, Radfahrer, Fußgänger – während der Kernzeiten gezählt werden.

Nachdem eine möglichst frühe Umsetzung der 30er-Zone geplant ist, kann man bald mit Ergebnissen dieser Untersuchungen rechnen. All diese Untersuchungen bilden auch die Grundlage für die weiteren geplanten Arbeiten auf der Praterstraße, wie breitere Radwege oder eine Fahrspurreduktion. Das Gesamtergebnis dieser Untersuchungen werde nach Erhebung bekannt gegeben.

"Klar ist, dass mein Ziel nach wie vor das Gleiche bleibt: Die Praterstraße soll Tempo 30 bekommen", stellt Lichtenegger klar. Die Praterstraße sei ein Wohngebiet, hier leben und arbeiten viele Menschen. "Tempo 30 würde eine höhere Aufenthaltsqualität, Verkehrssicherheit, Lärmschutz und bessere Luft bringen", so die Bezirkschefin.

Kritik von ÖVP und SPÖ

Die anderen Bezirksparteien – allen voran die SPÖ und ÖVP – sind mit der geplanten Tempo-30-Zone wenig zufrieden. „Tempo 30 in der Praterstraße bringt nur Verdrängung statt Verringerung des Autoverkehrs in der Leopoldstadt. Die benachbarten Wohngrätzel und damit die Leopoldstädter sind die Verlierer dieser Maßnahme der Grünen“, sind sich der ÖVP-Verkehrssprecher Manfred Juraczka und ÖVP- Bezirksparteiobfrau Sabine Schwarz einig.

Die SPÖ Leopoldstadt kritisiert insbesondere die Vorgehensweise von Bezirksvorsteherin Lichtenegger. "Die Bezirksvorsteherin hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Es fehlen Zahlen und Fakten, welche Auswirkungen Tempo 30 in der Praterstraße für die unmittelbare Umgebung hat",  sagt die stellvertretende Bezirksvorsteherin Astrid Rompolt (SPÖ).

Neos Leopoldtstadt stehen der geplanten 30er-Zone hingegen positiv gegenüber. Denn man wolle mit Tempo 30  auch den gesundheitsschädigenden Lärm verringern. "Lärm macht nachweislich psychisch und körperlich krank", so Neos-Bezirksrat Christian Moritz.

Autor:

Kathrin Klemm aus Leopoldstadt

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