Bürgerbeteiligung
Wie soll sich der Wiener Augarten in Zukunft entwickeln?
- Am häufigsten wird der Augarten laut der Online-Umfrage für " Erholung und Ruhe" genutzt.
- Foto: Sade Jerabek/MeinBezirk
- hochgeladen von Luca Arztmann
Die Bürgerbeteiligung für die Neugestaltung des Augartens läuft auf Hochtouren. Per Online-Umfrage wurden über 5.100 Meinungen eingeholt, kürzlich fanden moderierte Gesprächsrunden im Palmenhaus statt. Feststeht: Das Interesse ist groß, ebenso die Sorge vor zu einschneidenden Veränderungen im Park.
WIEN/LEOPOLDSTADT/BRIGITTENAU. Mitte August hat der Bürgerbeteiligungsprozess zur Umgestaltung des Augartens begonnen. In den "Zukunftsplan 2035" sollen die Vorstellungen der Institutionen vor Ort, etwa die Burghauptmannschaft oder die Bundesgärten sowie die der Bürgerinnen und Bürger einfließen.
Dazu wurde bis Mitte September eine Online-Umfrage durchgeführt, an der mehr als 5.100 Personen teilgenommen haben. Auch die kürzlich stattgefundenen "Zukunftsdialoge", also moderierte Gesprächsrunden, im Palmenhaus waren restlos ausgebucht. Für den stellvertretenden Burghauptmann Markus Wimmer und dem Leiter der Bundesgärten Gerd Koch ist das große Interesse eine erfreuliche Nachricht, wie sie bei einem der Zukunftsdialoge betonen.
Augarten wird perfekt bleiben
Rund 80 Personen hatten es sich im umfunktionierten Gewächshaus bequem gemacht. Auch wenn vereinzelt etwa eine Mutter mit Kleinkind am Zukunftsdialog teilnimmt, ist die größte Gruppe wohl bereits in Pension. Dass dürfte aber auch der Uhrzeit geschuldet sein, immerhin startete der Termin bereits um 12 Uhr an einem Wochentag. Bei der zweiten Runde am Abend dürfte das Feld bunter gemischt sein.
- Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden per Zufallslos zu den Zukunftsdialogen eingeladen.
- Foto: Sade Jerabek/MeinBezirk
- hochgeladen von Luca Arztmann
Kurz nach dem Beginn der Gesprächsrunde sprach der Moderator schon das wohl dringendste Thema an. Die Angst vor zu großer Veränderungen. Viele sagen, der Augarten ist schon perfekt und er soll auch perfekt bleiben, wird den Anwesenden versichert. Anpassungen seien aber dennoch notwendig, insbesondere im Hinblick auf den steigenden Nutzungsdruck durch die Neubauviertel Nordbahnhof und Nordwestbahnhof.
Stifte, Pläne und kleine Gruppen
Laut ersten Ergebnisse der Umfrage – die geschlossenen Fragen wurden schon ausgewertet – kommen die meisten für Erholung und Ruhe, Sport und Bewegung sowie Zeit mit Familie und Freunden in den Augarten. Mehr als 70 Prozent kommen aus dem direkten Umfeld des Augartens bzw. aus dem 2. und 20. Bezirk.
Neben der Umfrage sollen eben auch die Zukunftsdialoge weitere Daten für das Planungsteam liefern. Nach einer rund einstündigen Einführung wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in kleinere Gruppen eingeteilt und vor einem Plan des Parks gestellt. Dort sollten sie sich in fiktive Personen hineindenken, etwa in "Nikki", eine 31-Jährige, die für die Gastronomie und Freunde in den Augarten kommt. Der Auftrag lautete dann: "Sorgen Sie dafür, dass der Augarten ein lebendiger Treffpunkt mit attraktiver Gastronomie bleibt". Mit Stift und Plan wurden dann Ideen diskutiert.
Keine Baumaßnahmen bei Flaktürme
Sicherlich auch ein Thema ist die Nutzung der beiden Flaktürme, laut dem Burghauptmann-Vize Wimmer gab es bereits bei der Umfrage viele Wünsche dazu. "Es ist aber immer eine Kostenfrage", gibt er zu bedenken. Bauliche Veränderungen sind aus heutiger Sicht nicht bis in die 2030er-Jahre denkbar, so Wimmer weiter.
Viel mehr sollen die Flaktürme als "Mahnmal gegen Krieg und Faschismus" dienen. Mit entsprechender Kontextualisierung plant man die grauen Riesen im Sinne des Bildungsauftrags zu gestalten.
- Bauliche Änderungen kann Burghauptmann Wimmer an den Flaktürmen für die nächsten Jahre ausschließen.
- Foto: Sade Jerabek/MeinBezirk
- hochgeladen von Luca Arztmann
Welche Wünsche sonst noch aus der Bevölkerung kommen, wird man im Jänner 2027 inklusive erster Pläne präsentieren. Danach wird erneut das Feedback von den Bürgerinnen und Bürger eingeholt und mit der Detailplanung begonnen. Bereits im März 2027 soll mit der Umsetzung begonnen werden. Alle weiteren Infos zur Bürgerbeteiligung findet man online hier.
Das könnte dich auch interessieren:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Hier gehts zu den aktuellen
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.