09.10.2014, 11:30 Uhr

Der Jäger aller Rekorde

Wolfgang Wallner kann äußerst stol auf seine bisherige Laufkarriere zurückblicken.

Der Markt Piestinger Wolfgang Wallner vom ASKÖ Hainfeld sorgt derzeit laufend für Bestzeiten.

BEZIRKSBLÄTTER: Du sorgst derzeit für neue Masters-Rekorde am laufenden Band, so auch vorige Woche bei den Halbmarathon-Staatsmeisterschaften in Salzburg. Wie hast du das Rennen miterlebt und wie war der Zieleinlauf für dich?

WOLFGANG WALLNER: Bei dem Rennen waren eigentlich die besten Läufer Österreichs am Start. Nach der Anmeldung war ich auf Rang 16 gereiht und wusste es wird schwer die Top Ten zu erreichen. Noch dazu kam die nicht einfache Strecke. Trotzdem konnte ich den achten Gesamtplatz erlaufen, inmitten der vielen weit jüngeren Läufern ist das schon ein lässiges Gefühl. Dies bestätigt mein doch hartes Training.
Der Zieleinlauf war echt geil. Bei Kilometer 20 blickte ich kurz auf meine Uhr und ich wusste es geht sich ein neuer Rekord aus. Meine Frau Astrid und auch viele Zuseher, die auch wussten dass ich einen neuen Rekord anpeilte, peitschten mich ins Ziel. Gänsehaut war garantiert. Ein 20 Jahre alter Rekord war geknackt und das gleich um 21 Sekunden.
Welche Rekorde hast du noch im Visier?
Es fehlen mir noch die 10.000 Meter, aber wenn es nicht klappt, geht die Welt auch nicht unter.
Kurz vor deinem 50. Geburtstag scheinst du somit in absoluter Topform zu sein. Worauf führst du das zurück?
Natürlich auf mein Training, aber es muss auch das ganze Umfeld passen. Ohne Meine Frau Astrid wäre das Ganze nicht möglich, sie unterstützt mich, wo es nur geht. Aber auch meine Arbeit gibt mir den gewissen Rückhalt, da ich jeden Tag gerne zur Arbeit gehe. Das Negative daran ist, dass das soziale Umfeld schon weniger wird, denn das Umfeld beschränkt sich eher auf Gleichgesinnte.
Welchen Stellenwert hatte vor kurzem dein dritter Sieg beim Wachaumarathon?
Was soll ich sagen, es gibt glaube ich in Österreich nicht viele die je einmal einen Marathon gewinnen konnten. Ich habe das gleich drei Mal geschafft, und das bei der größten Laufveranstaltung in Niederösterreich. Diese Siege kommen gleich hinter meinen beiden Staatsmeistertiteln im Bergmarathon.
Was sind nun deine nächsten Ziele, was willst du noch alles erreichen?
Im kommenden Jahr wird es wieder den Wings for Life World Run geben. Da bin ich ja heuer mit 64 Kilometer in Österreich Vierter und weltweit Zehnter geworden. Mein Ziel wäre die 70 Kilometer-Marke zu erreichen.
Im Juni konnte dich selbst eine Knie-Operation nicht stoppen. Worauf führst du das zurück?
Das mit der Knie-OP war so eine Sache. Eigentlich durfte ich nach ein paar Tagen nur locker Radfahren. Da ich aber eine sehr hohe Schmerzgrenze habe, bin ich gleich wieder 100 Kilometer gefahren. Ohne das Wissen meines Arztes natürlich. *schmunzelt* Und auch die ersten Laufschritte wurden mit 20 Minuten begrenzt, doch daraus wurden auch gleich 20 Kilometer. Ob richtig oder falsch sei dahingestellt, aber ich bin zwei Wochen nach meiner OP neuen Österreichischen Rekord über 5.000 Meter in der M50 gelaufen.
Ich denke mir oft wenn ich auf meine Laufkarriere zurückblicke, schon ein Wahnsinn was ich alles erreicht und gewonnen habe. Und das alles neben Arbeit und Familie.
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