Hass-Graffitis in ganz OÖ
Hausdurchsuchung bei homophobem "Sprayer"
- Für weniger als 50 Klicks stellte er seine Taten sogar online, jetzt hat die Polizei den 37-jährige "Sprayer" aus Holzhausen im Bezirk Wels-Land geschnappt.
- Foto: youtube
- hochgeladen von Silvia Gschwandtner
Nach intensiven Ermittlungen konnte die Polizei jenen "Sprayer" ausforschen, der über Monate unzählige Orte in ganz Oberösterreich mit homophoben und islamfeindliche Sprüchen verunstaltete.
LINZ, WELS-LAND. Holzhausen: Jener "Sprayer" der über Monate, mit dutzenden religiös motivierten, homophoben und islamfeindlichen Botschaften unzählige öffentliche Orte in ganz Oberösterreich verunstaltete – MeinBezirk.at hat berichtet – ist gefasst. Nach intensiven Ermittlungen der Polizeiinspektion Neue Heimat gemeinsam mit der Kripo Linz, wurde ein 37-Jähriger aus Holzhausen im Bezirk Wels-Land ausgeforscht.
Hausdurchsuchung
Bei einer Hausdurchsuchung in dessen Wohnung am Dienstag, 3. Jänner, stellten die Ermittler unter anderem 60 Spraydosen, handschriftliche Notizen, sein Handy und seinen Laptop sicher. Nicht zuletzt dürfte dem Mann auch zum Verhängnis geworden sein, dass er sich teilweise bei seien Taten selbst filmte und die Videos auf seinem erfolglosen Youtube-Kanal online stellte.
Saftige Strafe droht
Dem 37-Jährigen werden mindestens 125 Schmierereien in Unterführungen, Haltestellen, an Hauswänden und anderen Orten angelastet– viele davon in Wels und Linz, sowie im Umland der beiden Städte. Die genaue Schadenssumme ist aktuell noch unklar, dürfte aber etliche zehntausend Euro übersteigen. Die Strafandrohung liegt bei einem Schaden ab 5.000 Euro bei bis zu 2 Jahren und bei einem Schaden ab 300.000 Euro sogar bei bis zu fünf Jahre Haft. Der Mann ist laut Polizei geständig, jedoch nicht reumütig. Die Ermittlungen zu weiteren Tatorten laufen.
HOSI erfreut über Fahndungserfolg
Der Verein Homosexuelle Initiative Linz (HOSI Linz) gratuliert der Polizei zu diesem Fahndungserfolg. "Es ist erfreulich, dass diesem Fall so intensiv nachgegangen wurde", so HOSI-Sprecher Richard Steinmetz. Er hofft, dass nun auch das Gericht die Taten entsprechend bewertet und der Beschuldigte zur Rechenschaft gezogen wird.
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