Linzer Help-Mobil braucht Hilfe

Das Help-Mobil ist in die Jahre gekommen. Ein neues Fahrzeug muss her.
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  • hochgeladen von Nina Meißl

Für Menschen, die auf der Straße leben und kaum Zugang zu medizinischer Versorgung haben, ist zwei Mal pro Woche in Linz das Help-Mobil unterwegs. „Der alte Bus ist ein umgebautes Rettungsfahrzeug, hat immer mehr technische Mängel und ist inzwischen auch zu klein. Daher brauchen wir dringend ein neues Fahrzeug und bitten dazu die Bevölkerung um Mithilfe“, sagt Caritas-Projektleiterin Michaela Haunold. Aufgrund des mangelnden Platzes können etwa keine Untersuchungen im Liegen durchgeführt werden. Außerdem können viel weniger warme Kleidung, Schlafsäcke, Getränke etc. als benötigt, mitgeführt werden. Auf der Plattform respekt.net wurde daher ein Crowdfunding-Aufruf gestartet. 15.000 Euro sind für die Anschaffung und Adaptierung eines neuen Fahrzeugs nötig. Bisher liegt der Finanzierungsstand bei knapp 39 Prozent.

Kaum Zugang zu ärztlicher Versorgung

Das aus Spenden finanzierte Help-Mobil macht seit 2014 zwei Mal pro Woche in den Abendstunden an mehreren Standorten in Linz Halt. Mit der Unterstützung von ehrenamtlich tätigen Ärzten wird eine medizinische Grundversorgung angeboten. Gerade durch das Leben auf der Straße sind die Menschen häufiger krank. Wohnungslose Menschen haben nur schwer Zugang zu ärztlicher Versorgung – teilweise, weil sie keine Versicherung haben, teilweise aus Angst oder Scham. "Ich bin sehr froh, dass ich hier zum Arzt gehen kann. Ich habe sonst keine andere Möglichkeit und kann mir auch die Medikamente nicht leisten. Hier bekomme ich alles, was ich brauche“, sagt der 27-jährige Eli, der derzeit nicht versichert ist.

Zahl der Klienten steigt

Durch das Help-Mobil gelingt es, in der Vorsorge ärztlich einzugreifen und bei schwereren Erkrankungen beratend und koordinierend einzugreifen oder chronische Erkrankungen zu stabilisieren. Darüber hinaus ist das Help-Mobil auch Anlaufstelle und oft einziger sozialer Kontakt für jene Menschen, die keine anderen Obdachlosen-Einrichtungen aufsuchen. Mit Hilfe von Sozialarbeitern werden Beratungen angeboten, Ehrenamtliche schenken den Menschen Aufmerksamkeit und Zuwendung. Daher steigt auch die Zahl der Klienten von Jahr zu Jahr, die die Dienste des Help-Mobils in Anspruch nehmen. 2017 wurden mehr als 450 verschiedene Menschen betreut. Auch die Zahl der ärztlichen Untersuchungen nimmt zu. Über 500 waren es im Vorjahr.

Hilfe auf Rädern

Organisiert wird die "Hilfe auf Rädern" von der Caritas, dem Arbeitersamariterbund, dem Ordens der Barmherzigen Schwestern, dem Hilfsdienst des Lazarus-Ordens und vom Roten Kreuz Linz. Station macht das Help-Mobil derzeit am Montag von 17 bis 18.45 Uhr am Domplatz, Eingang Herrenstraße, und von 19 bis 20.45 Uhr am Volksgarten (gegenüber Arbeiterkammer), am Freitag von 17 bis 18.45 Uhr am Domplatz, Eingang Herrenstraße, und von 19 bis 20.45 Uhr bei der Martin-Luther-Kirche.

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