E-Scooter in Linz
Markierte Abstellplätze statt Obergrenze

Achtlos abgestellte E-Roller sorgen in der Stadt für Unmut.
  • Achtlos abgestellte E-Roller sorgen in der Stadt für Unmut.
  • Foto: BRS
  • hochgeladen von Andreas Baumgartner

Nach Startschwierigkeiten kommen nun stärkere Kontrollen und eigene Stellflächen für E-Scooter.

LINZ. Jetzt tummeln sich schon sechs Anbieter in der Stadt. Bis zu 400 der leihbaren E-Roller stehen und liegen mittlerweile in Linz herum, schätzt die Polizei. Während sich Radfahrer über vollgeparkte Radabstellplätze ärgern, beschweren sich Fußgänger über mehr als unglücklich gewählte "Parkplätze" vor Haustüren und auf engen Gehsteigen.

"Gekennzeichnete Flächen"

Gegenüber der StadtRundschau kündigte Verkehrsreferent Vizebürgermeister Markus Hein (FP) an, dass künftig im Stadtgebiet "für das Abstellen der Roller eigens gekennzeichnete Flächen" geschaffen werden. "Für das Verhalten mancher rücksichtsloser Benutzer können die Betreiber aber nicht verantwortlich gemacht werden", so Hein. Daher müsse zusätzlich "entsprechende Aufklärungsarbeit" geleistet werden.

"Dürfen, was sie wollen"

Auch in der letzten Gemeinderatssitzung waren die E-Scooter Thema. KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn brachte darin eine Anfrage an Hein zum Thema ein. "Die privaten Anbieter dürfen den öffentlichen Raum nutzen, wie sie wollen", kritisiert Grünn. Zur Kasse gebeten werden sie dafür jedoch nicht. Für die KPÖ ist auch eine Obergrenze für Leih-E-Scooter ein Thema. Hein beantwortet die Anfrage im Gemeinderat äußerst knapp: Für eine Reglementierung des Angebots fehlen der Stadt derzeit die rechtlichen Mittel. Gegenüber der StadtRundschau ergänzt Hein: "Aus heutiger Sicht ist eine überbordende Regulierung nicht notwendig, wobei wir aber ganz genau auf das Verhalten von Radfahrern und Rollern in der Fußgängerzone achten."

Kollisionen und Fahrduelle

"Jugendliche liefern sich Duelle. Vermehrt kam es zu Zusammenstößen mit Fußgängern. Vereinzelt wurden Alkoholisierte auf E-Rollern angehalten", erklärt Heinz Oberauer, Leiter des Verkehrsreferats im Stadtpolizeikommando Linz. Probleme gäbe es vor allem in der Innenstadt und hier vor allem mit jüngeren Scooter-Fahrern, lässt Oberauer wissen. Der Streifendienst sei dazu angehalten, ein verstärktes Augenmerk auf die Roller zu legen. Bei rechtswidrigem Verhalten würde zunächst ermahnt. Strafen würden erst bei entsprechender Uneinsichtigkeit ausgesprochen. Ab Juni sind die E-Scooter in Österreich dann auch gesetzlich den Radfahrern gleichgestellt. Fahren am Gehsteig ist übrigens in Linz schon jetzt verboten.

Autor:

Andreas Baumgartner aus Linz

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