Verleihung Goldmarie - Arge-Sie Beratung und Wohnen für wohnungslose Frauen

vlnr. Irene Hörschläger und Lydia Witzany mit der Schneekugel "Goldmarie"
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VERLEIHUNG der sechsten Goldmarie an

Arge-Sie - Beratung und Wohnen für wohnungslose Frauen in Linz

Der Wiener Frauenarbeitskreis der BAWO (Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnunslosenhilfe) verleiht seit 2012 den Preis der Goldmarie. Große Freude herrschte beim Projekt Arge-Sie des Vereines Arge für Obdachlose bei der Überrreichung der schönen Schneekugel „Goldmarie“. Dieser Preis wurde von den Teilnehmerinnen des Arbeitskreises ins Leben gerufen, um die Wichtigkeit frauenspezifischer Themen in der Wohnungslosenhilfe hervorzuheben. Es soll auch gleichzeitig der langjährige Einsatz von Personen oder auch Einrichtungen für wohnungslose und verdeckt wohnungslos lebende Frauen gewürdigt werden. (www.bawo.at)

Arge-Sie, 31 Jahre Unterstützung für wohnungslose Frauen

Die verdeckte Wohnungslosigkeit von Frauen

„Nur weil sie kaum sichtbar sind, heißt es nicht, dass es sie nicht gibt: wohnungslose Frauen mit oder ohne Kinder! Sie leben meist in verschiedenen Mit-Wohnformen oder in Zweckbeziehungen. Sie suchen aus Scham und Schuldgefühlen nach privaten Lösungen und verbleiben unter anderem in von Gewalt geprägten Partnerschaften und leben bei Freunden oder Familienmitgliedern mit. Man spricht daher von verdeckter Wohnungslosigkeit. Es geht um Frauen, deren Notlage nicht sichtbar ist - Frauen, die nicht im Straßenbild auffallen.“ Die Sozialarbeiterinnen Lydia Wizany, Karin Falkensteiner und Irene Hörschläger berichten von ihrer täglichen Arbeit in der Arge-Sie.

Frauenspezifische Beratung und Hilfe für jährlich 200 Frauen

Die ARGE SIE unterstützt einerseits durch Beratung und andererseits durch Intensivbegleitung in sieben Übergangswohnungen. Wir leisten Klärung, Information und Hilfestellung bei der Arbeits- und Wohnungssuche, finanziellen und sozialen Angelegenheiten, psychischen und gesundheitlichen Problemen und bei der Weitervermittlung an andere soziale Einrichtungen oder frauenspezifische Anlaufstellen. Darüber hinaus bieten wir die Vergabe von Meldeadressen an. Dies bedeutet für die Frauen konkret, dass sie gesetzliche Ansprüche geltend machen können. Psychosoziale Begleitung bieten wir in diesen Fällen ebenso an. Im Jahr 2017 haben wir 189 Frauen beraten. Insgesamt wurden 1375 Beratungen getätigt.

Unsere Frauen müssen 50 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben.

»Früher betrugen die Wohnkosten oft ein Drittel des Einkommens, heute müssen unsere Klientinnen etwa 50 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen ausgeben. Die Wohnkosten - aber auch die Zugangskosten zu leistbaren Wohnungen - sind über die Jahre viel stärker gestiegen als die Einkommen. Die Mieten stiegen etwa im letzten Jahr um 3,6 Prozent. Die Einkommensentwicklung und die Sozialleistungen halten nicht mit. So wurde die Mindestsicherung für das Jahr 2018 gar nicht angehoben. Wobei sich die Einkommen unserer Frauen fast immer aus mehreren Teilen zusammensetzen. Um jeden dieser Teile müssen die Frauen kämpfen: Notstandshilfe, Mindestsicherung, Alimente, Arbeitseinkommen und Wohnbeihilfe,“ meint das Team der Arge-Sie. www.arge-obdachlose.at

vlnr. Irene Hörschläger und Lydia Witzany mit der Schneekugel "Goldmarie"
Wiener Frauenarbeitskreis der BAWO bei der Preisverleihung "Goldmarie"
Autor:

Heinz Zauner aus Linz

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