Antrag im Linzer Gemeinderat
Grüne setzen sich für Verkehrsberuhigung am Tummelplatz ein
- Tagsüber bietet sich am Tummelplatz überwiegend dieses Bild.
- Foto: Caramel
- hochgeladen von Silvia Gschwandtner
Ende Mai haben drei Linzer Planungsbüros im Rahmen der Architekturtage Vorschläge für eine Umgestaltung des Tummplatzes präsentiert – MeinBezirk berichtete. Die Linzer Grünen wollen diesen Vorschlag jetzt aufgreifen und bringen einen entsprechenden Antrag im kommenden Gemeinderat ein.
LINZ. Aktuell wird der Tummelplatz vor allem als Parkplatz genutzt. Die 15 Stellplätze der Kurzparkzone ziehen viel Autoverkehr an. „Dass hier mit einfachen Mitteln wie Sitzgelegenheiten, Pflanztrögen und Beschattung mehr Platz zum Leben entstehen kann, haben die Architekt:innen gezeigt“, erklärt Grünen-Klubobmann Helge Langer. Ende Mai hatten drei Planungsbüros im Rahmen der Architekturtage Vorschläge für eine Umgestaltung präsentiert.
Exklusive Bewohnerparkplätze sollen erhalten bleiben
Die Grünen schlagen vor, die Kurzparkzone in exklusive Bewohner:innenparkplätze umzuwandeln. „Hier könnte man leicht Abhilfe schaffen, ohne dass Parkplätze für die Anrainer:innen verloren gehen“, so Langer. Die Behindertenparkplätze sollen erhalten bleiben. In der Nähe gibt es zudem zwei große Parkgaragen mit rund 1.000 Stellplätzen, die ausreichend Parkmöglichkeiten bieten.
Chance für Begrünung und Stadtmöbel
Durch die Reduktion des Autoverkehrs könnte der Platz begrünt und mit Sitzgelegenheiten ausgestattet werden. Auch die Aufenthaltsqualität rund um den Georgsbrunnen würde sich verbessern. „Plätze, die Schatten, Grün sowie Möglichkeiten zum Verweilen bieten, werden von den Menschen auch frequentiert. Es ist daher höchste Zeit, den Tummelplatz aus seinem Dasein als Vorzimmer zur Altstadt zu holen und ihm als Wohnzimmer für die Menschen neues Flair zu verleihen“, betont Langer.
Umsetzung mit geringem Aufwand möglich
Für die Umsetzung braucht es laut den Grünen kein fertiges Detailprojekt. Ein abgestimmtes Konzept soll Verkehrslenkung, Begrünung und Möblierung verbinden. Dabei sollen auch die Anrainer:innen und ansässigen Architekturbüros einbezogen werden. „Die vorgeschlagenen Maßnahmen lassen sich mit geringem Aufwand erproben. Dadurch würde aus einer Initiative der Fachöffentlichkeit ein sichtbarer Mehrwert für die Altstadt und die Menschen in unserer Stadt entstehen“, erklärt Langer abschließend.
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