Weihnachten
"Stille Nacht, Heilige Nacht"-Ursprung liegt in Mariapfarr
- Diese Gedenktafel erinnert an Joseph Mohr und an die Entstehung des "Stille Nacht!"-Textes. Sie findet sich links des Hauptaltars der Basilika Mariapfarr.
- Foto: pjw
- hochgeladen von Peter J. W.
Joseph Mohr verfasste 1816 in Mariapfarr den heute weltberühmten Text von "Stille Nacht!" in Gedichtform.
MARIAPFARR. 1816 war das Jahr, in dem der Liedtext von "Stille Nacht, Heilige Nacht" zu Papier gebracht wurde. Von 1815 bis 1817 wirkte der Textautor Joseph Mohr als Koadjutor – Wikipedia zufolge ist dies unter anderem die Amtsbezeichnung für einen Pfarrgehilfen (lat. vicarius adiutor), der die Aufgaben eines Pfarrers bei dessen Verhinderung wahrnimmt – im Lungau und schrieb in dieser Zeit den Text zu diesem heute weltberühmten Weihnachtslied. Laut unserer Sekundärquelle, die Homepage der Stille Nacht Gesellschaft, verfasste Mohr in Mariapfarr – der Geburtsort seines Vaters – den Text von "Stille Nacht!" in Form eines Gedichtes.
"Stille Nacht!"-Autograph
Das laut der Stille Nacht Gesellschaft 1995 aufgefundene einzige "Stille Nacht!"-Autograph aus der Hand von Mohr weist den Schriftzug "Text von Joseph Mohr mpia Coadjutor 1816" auf. Das Autograph – also die Handschrift – so heißt es weiter, sei vor 1830 entstanden und seine Untersuchung lege nahe, dass sich die Datierung 1816 auf den Zeitpunkt der Abfassung des Textes bezieht. Mohrs Autograph enthält laut der Stille Nacht Gesellschaft weiters die Textzeile "Melodie von Fr: Xav: Gruber" und brachte damit die endgültige Klärung in Bezug auf die Urheberschaft der Komposition. 1818 komponierte Franz Xaver Gruber die Melodie im Schulhaus von Arnsdorf.
Tafelbild in Mariapfarr
Möglicherweise diente dem Hilfspriester Joseph Mohr ein in der Basilika Mariapfarr ausgestelltes Tafelbild, auf dem die Anbetung der drei Weisen dargestellt ist, als Inspiration für die Textpassage "holder Knabe im lockigten Haar", so spekulierte einst Mariapfarrs ehemaliger Pfarrer Bernhard Rohrmoser, der von 2004 bis 2023 19 Jahre lang in der Pfarre von Mariapfarr im Lungau tätig war. Bei der Schreibweise des Adjektivs "lockigten" in Bezug auf "Haar" handelt es sich übrigens hier bei uns im Artikel um keinen Tippfehler, sondern der Originaltext sei so verfasst, worauf Rohrmoser damals gegenüber MeinBezirk hingewiesen hatte.
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