Corona in Mariahilf
Wie geht es den Betrieben im 6. Bezirk?

Gut ausgerüstet ist der "harte Kern" im Cambridge Institute. Nur für administrative Tätigkeiten sind derzeit Mitarbeiter im Haus.
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  • Gut ausgerüstet ist der "harte Kern" im Cambridge Institute. Nur für administrative Tätigkeiten sind derzeit Mitarbeiter im Haus.
  • Foto: Cambridge Institute
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Die bz hat sich bei Mariahilfer Unternehmern umgehört. Wie geht es nach der Wiedereröffnung weiter?

MARIAHILF. Kleine Unternehmen mit einer Fläche von bis zu 400 Quadratmetern durften vergangene Woche wieder öffnen. Doch wie haben die Geschäftstreibenden die Zeit bis jetzt überlebt und wie geht es nun weiter?

Die bz hat sich bei Mariahilfer Unternehmern umgehört.

Große Umsatzeinbußen auf Grund Corona

Ein Fakt den derzeit kein Unternehmen von der Hand weisen kann. Wo man sich auch umhört, niemand kann – trotz schnelle Umstellung auf Onlineangebote – eine prickelnde Auftragslage aufweisen. Kleine Geschäfte haben es besonders schwer, zum Beispiel der Spielwaren-Laden "Planet Harry" in der Otto-Bauer-Gasse 19/1. "Obwohl wir die besten Stammkunden der Welt haben, sind die Umsatzeinbußen durch die Schließung enorm. Ich denke leider auch, dass sich dies nicht so schnell ändern wird. Doch wir kämpfen weiter und freuen uns unsere Kunden wieder vor Ort beraten zu können," so der Inhaber.

Doch auch größere Unternehmen wie zum Beispiel das bekannte Cambridge Institute, das auf der Mariahilfer Straße zu finden ist, kämpft mit 60 bis 70 Prozent Umsatzrückgang. "Das Projekt 'Englisch lernen' rückt im Moment bei vielen Menschen in den Hintergrund", weiß der Managing Director Florian Karnutsch. Um alle Mitarbeiter halten zu können, werden die Unterrichtsstunden seit Mitte März via der Online-Plattform 'Zoom' durchgeführt. Auch jetzt noch. "Voraussichtlich werden wir dies bis 2. Mai beibehalten. Ob und wie wir wieder öffnen, werden wir an die künftige Lage anpassen."

Gut ausgerüstet ist der "harte Kern" im Cambridge Institute. Nur für administrative Tätigkeiten sind derzeit Mitarbeiter im Haus.
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Corona gibt Zeit für Kreativität

Doch bei einigen Sparten brachte die veränderte Situation auch kreative Vertriebsansätze zum Vorschein. Einer davon ist Markus Kucera vom Fotokiosk in der Amerlingstraße 19. "Anfänglich war es natürlich keine leichte Situation. Ist es noch immer nicht, doch ich habe mir zu Hause die Zeit genommen um neue Angebote zu kreieren und ein wenig mit meinen Fotokiosken zu experimentieren." So ist es ihm mittlerweile möglich auch Tassen zu bedrucken. "Eine Idee um zum Beispiel Großeltern ein Präsent zu schicken. Einfach die Fotos von den Kindern an markus@fotokiosk.at senden, ich drucke diese auf ein Häferl und ab damit zur Post und zu den Opas und Omas", erklärt der Unternehmer.

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Eine sehr extravagante Idee wurde bei den Beerlovers in der Gumpendorfer Straße 35 kreiert. Obwohl sie unter die Kategorie Lebensmittelhandel gefallen sind und somit weiterhin geöffnet hatten, waren die Umsätze überschaubar. So entstand die Idee von Live-Bierverkostungen via Facebook. "Die Biere können unter www.beerlovers.at bestellt werden, die gemeinsame Verkostung mit Bierexperten ist kostenlos. Die genauen Daten sind ebenfalls auf unserer Homepage zu finden", erklärt der Inhaber Markus Betz. Doch alle Unternehmen danken ihren treuen Kunden, die durch ihre Online-Einkäufe das Überleben bislang gesichert haben.

Gut ausgerüstet ist der "harte Kern" im Cambridge Institute. Nur für administrative Tätigkeiten sind derzeit Mitarbeiter im Haus.
Im Fotokiosk ist derzeit nur ein Automat eingeschalten. Das soll für genügend Abstand sorgen.
Autor:

Larissa Reisenbauer aus Wien

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