"Wir wollen unsere Schule in Gansbach erhalten"

Michael Fleischmann und Franz Penz in Gansbach.
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GANSBACH. Knapp 150 Menschen waren im Veranstaltungszentrum Gansbach versammelt, um beim Kooperationsstammtisch Dunkelsteinerwald ein Gerücht zu bekämpfen: die Schließung der Volksschule. "Die Schule ist ein Symbol für eine gut geführte Gemeinde. Nur mit einer Bürgerbeteiligung können wir die Zukunft unserer Schüler mitentscheiden", so Bürgermeister Franz Penz in den Eröffnungsworten.

Geburtenzahl ging zurück

Besonders im Fall Volksschule Gansbach zeigte Michael Fleischmann vom Raumplanungsbüro "RaumRegionMensch" auf, dass die Schüleranzahl laut Geburtenstatistik der Marktgemeinde Dunkelsteinerwald sinkt und so zur Bedrohung werden könnte. Diese Statistik war für die Gansbacher Bevölkerung zu viel. Vehement, aber doch einigermaßen gesittet, wurde gegen die mögliche Schließung mit nachvollziehbaren Gründen angekämpft. "Theoretisch würde eine Zusammenlegung mit der Volksschule Gerolding möglich sein. Doch wir wollen von euch wissen: Sollen wir uns wegen der Volksschule Gansbach um eine Alternativnutzung umsehen oder kämpfen wir gegen dieses Szenario an", stellt Penz die Frage in den Raum. Die eindeutige Antwort: Wir kämpfen an.

Eine Schule, ein Ärztezentrum

In diese Thematik mischt sich auch der ehemalige Vizebürgermeister Hans Haberl ein. Er schlägt, im Sinne des Zusammenwachsens der Orte Gansbach, Gerolding und Mauer, vor, dass die Volksschüler des Dunkelsteinerwaldes in Gerolding gemeinsam zur Schule gehen und dass das alte Schulgebäude zu einem Ärztezentrum umgebaut wird. "Dies kann eine massive Aufwertung für den Ort sein", so Haberl.

Ein Vorschlag, der auch bei der Versammlung im Raum gestanden ist und, fast zu erwarten, nicht gerne in Gansbach gehört wird. "Wir wollen alles versuchen, dass es nicht mehr zu so einem Streit der Gemeinden kommt, wie vor knapp zwei Jahren, darum will ich jetzt Lösungsvorschläge hören, wie wir die Schließung vermeiden können und unser Miteineinander stärken können", erklärt Penz.

Geteilte Schulklassen

Zwei gute und auch machbare Vorschläge wurden gleich aufgenommen. Zum einen können sich Gansbacher eine Sammelklasse (alle Schulstufen werden in einer Klasse unterrichtet) vorstellen oder, ganz im Sinne der Gemeindekooperation, dass jeweils zwei Klassen auf die Volksschulen Gansbach und Gerolding aufgeteilt werden – erste und zweite Klasse gehen in Gansbach in die Schule, dritte und vierte in Gerolding. "Wir werden alles versuchen, damit beide Schulen erhalten bleiben, egal wie die Lösung am Ende aussieht", beruhigt der Bürgermeister die Gansbacher am Ende der Veranstaltung.

Update: "Liegt kein Antrag für eine Schließung vor‘"

Die Gansbacher Bevölkerung bangt nach einer Aussage von einer Schulstandort-Zusammenlegung in Gerolding von Bürgermeister Franz Penz um ihre Schule. Dies wurde bei einer Info-Veranstaltung heftig diskutiert und endete mit den Worten "Dann kämpfen wir gemeinsam um die Schule" (Penz). Bei der zuständigen Abteilung des Landes angefragt, ob eine Schließung im Raum steht, sagt Josef Staar Folgendes: "Die Gerüchte um eine Schulschließung können wir von Seiten der Abteilung Schulen nicht nachvollziehen."

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