Tolle Idee von der Gemeinde
Die Geschichte von der Glocke aus St. Martin!
- Foto: Franz Dörr
- hochgeladen von Franz Dörr
St. Martin-Karlsbach, Bz. Melk, NÖ
Während des Dreißigjährigen Krieges, oder vielleicht während einer der Türkenbelagerungen, die genaue Zeit ist nicht mehr bekannt, wurde die alte Glocke aus Sorge vor Zerstörung vom Turm genommen und vergraben. Der Ort ihres Verstecks geriet mit den Jahren in Vergessenheit.
Erst viel später wurde sie durch Zufall von Wildschweinen ausgegraben, an jener Stelle, die heute von einer mächtigen Linde bewacht wird. Nach ihrer Bergung brachte man die Glocke feierlich in die Pfarrkirche zurück, wo sie seither nur an hohen Festtagen erklingt um ihre wertvolle Substanz zu bewahren.
Ihre Inschrift mit der Jahreszahl 1200, lautet:
„O Rex Glorie, Veni Cum Pace“
„O König der Herrlichkeit, komm mit Frieden“
Die aus der Zeit der Babenberger stammende Oktavglocke, vermutlich das Werk von Benediktinermönchen, wiegt rund 600 Kilogramm und misst 75 Zentimeter in der Höhe. Ihr voller in A-Moll erklingender Ton hallt fast eine Minute nach.
Glockenkenner nennen sie ehrfürchtig:
„Die Stradivari unter den Glocken.“
Die Friedensglocke
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