Verletztes Wildtier
Angelhaken bohrte sich in Schwan

Tierarzt Herbert Schramm entfernte den Angelhaken, der im rechten Flügel des Schwans steckte und versorgte die Wunde. Anita Kinast assistierte.
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  • Tierarzt Herbert Schramm entfernte den Angelhaken, der im rechten Flügel des Schwans steckte und versorgte die Wunde. Anita Kinast assistierte.
  • Foto: Schramm
  • hochgeladen von Thomas Santrucek

BEZIRK NEUNKIRCHEN/WR. NEUSTADT. Im Bereich der rechten Kanalzeile in Wr. Neustadt wurde ein flugunfähiger Schwan gefunden. Anita Kinast von der Wildtieraußenstelle vom Wiener Tierschutzverein in Gloggnitz, wurde zur Hilfe gerufen.

Mühsame Rettungsaktion

Am 3. Dezember wurde versucht, das Tier einzufangen. Vergebens. Kienast: "Beim strömenden Regen musste abgebrochen werden." Tags darauf versuchte Kinast, unterstützt von Carina Werbik aber ihr Glück. "Es gelang uns, den Schwan mit Brotstücken in eine Hauseinfahrt zu locken", erzählt Kinast. Der verletzte Vogel konnte eingefangen werden.

Haken steckte in Knochen

Wie sich herausstellen sollte, hatte der Schwan einen Angelhaken im Flügel. Ein Fall für den Putzmannsdorfer Biologen und Tierarzt Herbert Schramm.
"Am oberen rechten Flügelrand des Schwanes befand sich ein ins Flügelgewebe eingebohrter Angelhaken, der ziemlich fest im Flügel verankert war", schildert der Tierarzt. Ein Röntgen zeigte, dass der Haken zum Glück nicht mit Widerhaken im Flügel steckte. Schramm: "Aber der Haken steckte im Unterarmknochen. Bei der Entfernung des Angelhakens hatte man das Gefühl als würde man einen Nagel aus einem Holz herausziehen."

Angler fischte Schwan

Therapeutisch wurde die tiefe Wunde mehrmals gespült und mit einem Laser behandelt.  Schramm vermutet, dass sich der Angelhaken beim Werfen der Angelschnur im Flügel verfing und sich durch die Fluchtversuche des Schwanes immer tiefer ins Gewebe bohrte. Der Angler dürfte den betroffenen Schwan ignoriert haben

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