Mein Fluss
Hochwasserschutz versus Renaturierung

Die letzten Flusskilometer, bevor die Schwarza sich mit der Pitten zur Leitha vereint, sind freifließende Aulandschaften.
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BEZIRK NEUNKIRCHEN. Die Renaturierung. Vom Steinkanal zurück zur Natur. In vielen Bereichen versuchen wir unsere Umwelt wieder in einen natürlicheren Zustand zurück zu führen. Was geschieht mit unserem Leitfluss? Wie weit ist überhaupt noch eine Renaturierung möglich?

Fehlende Auen

Ein Fluss benötigt viel Platz, um wichtigen Lebensraum zu bieten. Und er braucht Freiheit, um einen natürlichen Hochwasserschutz durch die weitläufigen Auen, in denen sich größere Wassermengen ausbreiten können, zu bieten. Eine Freiheit, die unsere Schwarza wegen der Flussbettregulierung und dem dicht besiedelten Schwarzatal über lange Flussstrecken nicht oder nur kaum hat.

Ökologische Maßnahmen

Das Land Niederösterreich investiert seit Jahren in die Renaturierung von ehemals regulierten und begradigten Gewässerstrecken und leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Erhalt einer ausgewogenen Artenvielfalt. In Summe wurden bisher rund 210 Millionen Euro für naturnahe Gewässer aufgewendet. Hierbei werden Maßnahmen, die dafür sorgen dem Fluss oder Bach seinen ursprünglichen Raum und eine naturnahe Struktur wieder zu geben, getätigt. Diese sind etwa Aufweitungen, die Herstellung der Fischpassierbarkeit, das Auflösen „harter“ Uferstrukturen und die Anbindung abgeschnittener Flussarme. Im heutigen Flussbau gilt der „naturnahe Wasserbau“ als Stand der Technik. Das bedeutet, dass neben dem Zweck des Hochwasserschutzes auch ökolgische Belange respektiert und umgesetzt werden.

Hochwasserschutz

"Im Sinne des Hochwasserschutzes gibt der Gesetzgeber vor, dass in der Schwarza eine Wasserdurchflussgeschwindigkeit von 380 Kubikmetern pro Sekunde gegeben ist" erläutert Rupert Dworak. Aus diesen Gründen wurden vom Schwarza Wasserverband Uferböschungen geschnitten, das Flussbett ausgebaggert und Schwemmsand weggeräumt. "Wir befinden uns in einer zweischneidigen Situation: Einerseits müssen die Auflagen für den Hochwasserschutz erfüllt werden, andererseits möchte man eine Renaturierung befürworten. Aufgrund einiger Beschwerden bezüglich der durchgeführten Arbeiten möchten wir, sobald es die derzeitige Situation zulässt, die Bürger zu einem Gespräch einladen und in die Renaturierung der Schwarza einbinden."

Nächste Woche:
Angeln am Fluss. Hobby und Naturschutz.

Die letzten Flusskilometer, bevor die Schwarza sich mit der Pitten zur Leitha vereint, sind freifließende Aulandschaften.
"Ein "Ja" zur Renaturierung und ein großes "Ja" zum Dialog mit den Bürgern", so Bürgermeister Dworak.

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