Bezirk Neunkirchen
Leistungsdruck: gut ein Drittel greift zu Drogen
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BEZIRK NEUNKIRCHEN. Das Anton-Proksch-Institut führt eine Studie zum "Alltagsdoping" durch. Denn so viel ist offenbar erwiesen: viele Österreicher greifen zu legalen und illegalen Mitteln, um mit dem Leistungsdruck fertig zu werden.
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Eine Studie erhebt nun erstmals das Ausmaß von Alltagsdoping in Österreich. Sie wird durchgeführt vom Institut für Sozialästhetik und Psychische Gesundheit der Sigmund Freud Universität Wien im Auftrag der Stiftung Anton Proksch-Institut Wien.
36,84 Prozent geben's zu
In einer Online-Abstimmung auf www.meinbezirk.at konnten Leser anonym erklären, wie sie es mit dem Konsum von erlaubten und verbotenen Substanzen halten, um leistungsfähig zu bleiben. Die gute Nachricht: 63,16 Prozent gaben an, auf keinerlei Substanzen zurückzugreifen. Damit geht aber auch die schlechte Nachricht einher: nämlich, dass 36,84 Prozent tartsächlich legale und illegale Substanzen nutzen, um belastbar zu bleiben.
"Es ist absurd, dass wir bei Doping zwar mit dem Finger auf den Spitzensport zeigen, dabei aber die Frage vernachlässigen, wie oft jede und jeder in Österreich zu Suchtmitteln greift, um ganz alltägliche Aufgaben zu bewältigen", sagt Univ.-Prof. Prim. Dr. Michael Musalek, ärztlicher Leiter des Anton Proksch Instituts und Vorstand des Instituts für Sozialästhetik und Psychische Gesundheit der Sigmund Freud Privatuniversität Wien (SFU).
Jede Schicht betroffen
Das so genannte Alltagsdoping ist ein Thema, das sich quer durch alle sozio-ökonomischen Schichten zieht, zumal die Betroffenen oft so agieren, dass ihr Suchtverhalten für Außenstehende völlig unbemerkt bleibt – sie konsumieren, um zu funktionieren.
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