Wiener Neustadt
Prozess gegen den Vertrauten des Ternitzer Attentäters

Der 18-Jährige steht vor Gericht. | Foto: Sascha Trimmel
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Ein Ternitzer steht als Vertrauter jenes Mannes vor Gericht, der Anschlagspläne für ein Taylor-Swift-Konzert geplant haben soll.

Geschrieben von Caroline Fegerl und Thomas Santrucek.

TERNITZ. Schwer bewacht wurde jener Ternitzer in den Gerichtssaal eskortiert, der als Vertrauter von Beran A. gilt. Dieser soll Anschlagspläne auf ein Taylor-Swift-Konzert vorbereitet haben.
Der bekannte Wiener Neustädter Anwalt Michael Dohr verteidigt den 18-jährigen Luca K.

Anwalt Michael Dohr gab seine Stellungnahme ab. | Foto: Sascha Trimmel
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Dem jungen Mann auf der Anklagebank soll unter anderem IS verherrlichende Dateien geteilt haben. Wie Dohr erklärte, habe sich sein Mandant im Zuge der Haft inzwischen von diesem Gedankengut verabschiedet. 

Die Anklageschrift

Luca K. wird vorgeworfen, Teil einer terroristischen Vereinigung und einer kriminellen Organisation gewesen zu sein. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft Wien soll er sich über TikTok radikalisiert und sich ab 2022 mit der Ideologie des Islamischen Staats (IS) beschäftigt haben.

Er habe Moscheen besucht, Kontakte zur Bandenkriminalität in Wien gehabt und in Sprachnachrichten sowie Chats den Terroranschlag vom November 2020 verherrlicht. Zudem habe er das Töten von Polizistinnen und Polizisten gutgeheißen. Ein Video zeigt ihn gemeinsam mit dem Hauptverdächtigen Beran A., wobei ein Messer mit IS-Symbol zu sehen ist.

Geständnis mit Einschränkungen

Sein Verteidiger Michael Dohr erklärte, dass Luca K. Propagandamaterial des sogenannten Islamischen Staates teilte und den Attentäter von Wien aus dem Jahr 2020 verherrlichte. Später habe er eingesehen, dass dieses Verhalten “Wahnsinn” war. Laut Dohr hat er sich mittlerweile vom IS losgesagt und sei durch die Untersuchungshaft "entradikalisiert".

Großes öffentliches Interesse besteht an dem Fall. | Foto: Sascha Trimmel
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Der Verteidiger weiß, dass sein Mandant IS-Propaganda geteilt und den Attentäter des Wiener Terroranschlags verherrlicht habe. Der 18-Jährige habe inzwischen erkannt, dass dieses Verhalten falsch war. Außerdem bestritt der Angeklagte, einen Treueschwur auf den IS-Kalifen abgelegt zu haben – unter anderem, weil er gar kein Arabisch spreche.

Keine Beteiligung an Anschlagsplänen

In der 22-seitigen Anklageschrift ist keine Rede davon, dass der Angeklagte in Pläne für einen Anschlag auf eines der Taylor-Swift-Konzerte im August involviert gewesen wäre. Zwar habe er am Bühnenaufbau mitgearbeitet, doch sei dies lediglich beruflich begründet gewesen. Auch zu Beran A., gegen den weiter ermittelt wird, habe er keinen engen Kontakt gehabt, sondern sei lediglich Teil eines größeren Freundeskreises gewesen.

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Der 18-Jährige steht vor Gericht. | Foto: Sascha Trimmel
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