Arbeitsmarkt Bezirk
Warum die Arbeitslosigkeit in Neunkirchen trotz Erholung zunimmt

Im AMS Neunkirchen wird die Schlange der Arbeitsuchenden wieder länger. | Foto: Santrucek
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  • Im AMS Neunkirchen wird die Schlange der Arbeitsuchenden wieder länger.
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Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Neunkirchen stieg Ende September weiter an.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Die Arbeitslosigkeit bleibt im Bezirk Neunkirchen auf erhöhtem Niveau. Ende September waren beim AMS Neunkirchen 2.816 Personen arbeitslos vorgemerkt, weitere 613 befanden sich in Schulungen. Damit stieg die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,2 Prozent. Niederösterreichweit lag das Plus bei 7,7 Prozent.

"Trotz der österreichweiten wirtschaftlichen Erholung steigt die Arbeitslosigkeit vor allem in Niederösterreich weiter kräftig an."
AMS-Geschäftsstellenleiterin Petra Hofmann

Hofmann spricht von einem Nachholeffekt, nachdem der Bezirk im Vorjahr vergleichsweise robust durch die Wachstumsschwäche gekommen sei.

2.667 offene Stellen besetzt

Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Arbeitskräften in den regionalen Betrieben hoch. Bis Ende September konnten im Arbeitsmarktbezirk Neunkirchen 2.667 offene Stellen besetzt werden – um 196 mehr als im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Plus von acht Prozent.
Eine Herausforderung bleibt die Abstimmung von Angebot und Nachfrage. „Häufig passen Angebot und Nachfrage nicht auf Anhieb zusammen“, so Hofmann. Fehlende Qualifikationen und regionale Unterschiede erschwerten die Vermittlung. Das AMS setzt daher verstärkt auf Weiterbildung: Seit Jahresbeginn begannen 1.150 Arbeitssuchende eine AMS-Schulung, um 2,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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