29.10.2017, 00:00 Uhr

Der Trend zum "großen Bruder"

Wenn die Bevölkerung Kontrolle braucht, um sich sicher zu fühlen.

Neben Pitten will auch Ternitz eine Videoüberwachung an bestimmten Plätzen einführen. Wenn die Bevölkerung Kontrolle braucht, um sich sicher zu fühlen, dann läuft etwas gehörig schief. Erklärungsmodelle werden viele geliefert. Schuld sei die importierte Kriminalität, der Mangel an Polizeibeamten oder die schlechte Erziehung der Elternhäuser. Das Argument Kriminalität lässt sich nachvollziehen, wenn in einer Woche gleich drei Einbrecherbanden gefasst werden. Polizisten-Mangel ist wohl auch nicht falsch. Warum sonst wurden die (Leistungs-)Latte für die Aufnahme neuer Ordnungshüter drastisch herabgesetzt? Und ja, manche Eltern haben schwierige Kinder. Ternitz Bürgermeister Rupert Dworak betont, es werde kein "George Orwell-Staat" trotz Videoüberwachung. Dennoch ist es ein komisches Gefühl, wenn Big Brother jeden Schritt sieht, den man macht. Aber man gewöhnt sich an alles.
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Joni Goggl aus Neunkirchen | 29.10.2017 | 11:58   Melden
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