27.11.2016, 00:00 Uhr

Geisterfahrer zahlen 50 Euro

Die Ritterkreuzung mit Einbahn über die Urbanbrücke: manche Autofahrer steuern ihren Wagen gegen die Fahrtrichtung.

Schwarze Schafe haben die neue Einbahnregelung in die Neunkirchner Innenstadt noch nicht behirnt.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Dass es bisher noch nicht zu Verletzten gekommen ist, verwundert ein wenig. Schließlich wurden wiederholt Autofahrer gesichtet, die als Geisterfahrer gegen die Einbahn unterwegs waren.

Geisterfahrer in der Stadt

Vor allem die neue, einspurige Einbahn über die Urbanbrücke in die Neunkirchner Stadt bietet sich offenbar für dieses Fehlverhalten an. Denn hier wird nur eine der beiden zur Verfügung stehenden Fahrspuren ausgenutzt. – Und die zweite wird gelegentlich von fehlgeleiteten Lenkern genommen. "Derweil sind ein paar dabei ertappt worden", weiß der Neunkirchner Stadtpolizei-Chef Herbert Kostal.
Doch auch in der Innenstadt treiben die Geisterfahrer ihr Unwesen. Kostal dazu: "Durchschnittlich haben wir zwei Autofahrer pro Woche, die in der Postgasse gegen die Einbahn fahren."

Strafe für Geisterfahrer

Natürlich kommen derartige Geisterfahrer nicht ungeschoren davon – das heißt, wenn sie tatsächlich ertappt werden. Wie Kostal im Bezirksblätter-Gespräch einräumte, komme es (noch) nicht zu einer verschärften Überwachung der Einbahnen. Manche gehen der Exekutive aber doch ins Netz. "Wer erwischt wird, muss mit einer Strafe rechnen", so Kostal. Diese fällt in Anbetracht dessen, was eine solche Geisterfahrt anrichten kann, relativ moderat aus. "Die Strafe liegt bei 50 Euro", so Kostal. Und da es sich beim Fahren gegen die Einbahn um kein sogenanntes Vormerkdelikt handelt, bleibt's auch bei diesem Strafmaß.

Aktion scharf kommt

Wie Kostal anmerkte, soll eine "Aktion scharf" für Verkehrssünder folgen, sobald die Ampelumstellung abgeschlossen ist. "Das wird im Dezember sein", so der Polizeichef.
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