07.04.2017, 00:00 Uhr

Lichtblicke in den Slums Albaniens

Seit 2006 begleiten die Bezirksblätter die Pittnerin Inge Weik bei ihrer Hilfsmission im Armenhaus Europas.

BEZIRK NEUNKIRCHEN/ALBANIEN. Starke Kontraste: Auf der einen Seite fließen Millionen Euro in Straßenprojekte, auf der anderen Seite stöbern Menschen im Müll, um zu überleben. Mitten drinnen: Inge Weik. Seit 2000 organisiert sie Hausbau-Projekte, damit Menschen nicht mehr in Bunkern oder Baracken lebten müssen und Patenschaften, damit Familien nicht hungern.

Die Partnerschaft ist wichtig

Während Weik beim Pittner Wochenmarkt mit selbstgemachter Marmelade Spenden aufstellt, halten Bujar und Mimoza Celcima in Durres die Hilfsprojekte am Laufen. Die Reise Ende März in das Land der Skipetaren war geprägt von ergreifenden Eindrücken. Als Weik und die Celcimas ein paar Packungen Nudeln, Öl und Mehl einer Familie in den Slums vorbei bringen, hüpft ein schwerbehinderter Mann um die 20 in einem Rollstuhl und schreit unentwegt einen Satz: "Bujar, ich würde für dich sterben." – Aus Freude über Teigwaren und Öl. "Ein Müllsammler bekreuzte sich als er und seine Familie eine Lebensmittelration bekommen", erzählt Weik.

Viele Fortschritte

Die Pittnerin erkannte Fortschritte wie noch nie: "Kinder von Müllmenschen besuchen das Gymnasium in Durres. Es herrscht eine Aufbruchstimmung." Deutlich wird dies auch als Weik und ihre albanischen Freunde Hühner zu Familien in Müllbaracken bringen. "Es sind kleine Gruppen entstanden, die gemeinsam Schafe, Enten und Hühner züchten", freut sich die Pittnerin. Bei der Albanien-Reise 2017 hat Weik Bedarf für ein weiteres Hausbauprojekt im Dorf Bermuca geortet. Max Geiger, der das Projekt das 2. Mal begleitete: "Es besteht ein riesiges Gefälle zwischen Arm und Reich – obwohl Albanien Teil von Europa ist."

Nächste Generation am Zug

Nun zeichnet sich eine Generationsablöse ab: Dejvi, die Tochter der Celcimas, ist die nächste Generation, die – unbelastet vom alten Schreckensregime – neue Visionen für Hilfsprojekte hat: "Eine Idee, die ich habe, ist Jugendliche, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, in die Hilfsarbeit einzubeziehen anstatt sie ins Gefängnis zu schicken."

Wenn Sie Weiks Engagement unterstützen wollen, besuchen Sie den Pittener Schmankerlmarkt oder spenden Sie unter Raika Pitten Spendenkonto „Für unsere Welt“, 40.077.752 BLZ 32647 Kennwort: Albanienhilfe.

Rückblick auf die Albanienhilfe

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